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Kategorie | News - Volkswagen

Nach Rekordjahr 2010 weiter auf profitablem Wachstumskurs

Geschrieben am 11 März 2011 by andy

Der Volkswagen Konzern will nach dem erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte auch 2011 und in den folgenden Jahren auf einem nachhaltigen Wachstumskurs bleiben und seine Marktposition weiter ausbauen. „Mit neuen Modellen, umweltfreundlichen Technologien und unseren modularen Baukästen schaffen wir jetzt die besten Voraussetzungen für profitables Wachstum“, sagte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz für das Geschäftsjahr 2010 in Wolfsburg.

„Unser Mehrmarkenkonzern hat die technologische Kompetenz, die nötige Finanzkraft und die richtige Mannschaft. Damit sind wir 2010 auf die Überholspur gegangen und da wollen wir auch im laufenden Jahr bleiben“, so Winterkorn weiter.

Das abgelaufene Geschäftsjahr hat den Volkswagen Konzern bei der Umsetzung seiner „Strategie 2018“ ein großes Stück vorangebracht, es war zugleich das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Absatz, Marktanteile, Imagewerte, Ergebnis und Finanzkraft konnten gleichermaßen verbessert werden. „Wir haben damit einmal mehr die Robustheit und Wettbewerbsfähigkeit unseres Konzerns eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es ist uns gelungen, die Ertragskraft signifikant zu steigern. Das zeigt, dass wir mit der Fortführung unserer konsequenten Kosten- und Investitionsdisziplin auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch.

Konzernzahlen 2010

Der Umsatz des Volkswagen Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20,6 Prozent auf 126,9 (Vorjahr: 105,2) Milliarden Euro. Vom Umsatzwachstum in Höhe von 21,7 Milliarden Euro entfielen rund 19,8 Milliarden Euro auf den Automobilbereich.

Das Operative Ergebnis des Konzerns stieg auf den Rekordwert von 7,1 Milliarden Euro, eine Verbesserung um 5,3 Milliarden Euro gegenüber 2009. Dabei waren Volumen- sowie Mix- und Preiseffekte die stärksten Treiber (4,6 Milliarden Euro). Hinzu kamen positive Wechselkurseffekte (1 Milliarde Euro) und gestiegene Ergebnisbeiträge von Scania (1,1 Milliarden Euro) sowie von Volkswagen Finanzdienstleistungen (0,3 Milliarden Euro). Daneben wirkten sich Einsparungen von 1,6 Milliarden Euro bei den Produktkosten positiv aus; ursprünglich war eine Senkung um 1 Milliarde Euro geplant. „Dies zeigt, wie konsequent wir an unseren Kostenstrukturen arbeiten und unsere Prozesse stetig optimieren“, sagte Pötsch. Belastet wurde das operative Ergebnis durch höhere Fixkosten (2,8 Milliarden Euro). Wesentlichen Einfluss hatten hier Anlaufkosten für neue Werke und Vorleistungen für neue Produkte, welche die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie 2018 bilden.

Die Kapitalrendite, das zentrale Steuerungsinstrument des Automobilbereichs, stieg im vergangenen Jahr deutlich auf 13,5 (3,8) Prozent. Sie lag damit nicht nur über dem Niveau der guten Geschäftsjahre 2007 und 2008, sondern auch signifikant über dem eigenen Mindestverzinsungsanspruch von 9 Prozent. Im Bereich Finanzdienstleistungen stieg die Eigenkapitalrendite von 7,9 auf 12,9 Prozent.

Nicht enthalten im Operativen Ergebnis des Konzerns ist das anteilige Operative Ergebnis der chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften in Höhe von 1,9 (0,8) Milliarden Euro. Diese Unternehmen werden At Equity konsolidiert und schlagen sich deshalb im Finanzergebnis nieder. Auch das Ergebnis aus der Beteiligung von Volkswagen an der Porsche Zwischenholding GmbH und die Effekte aus der stichtagsbezogenen Bewertung der Put-/Call-Rechte bezüglich der Porsche Zwischenholding GmbH beeinflussen das Finanzergebnis positiv.

Insgesamt legte das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns im vergangenen Jahr um 7,7 Milliarden Euro auf 9,0 Milliarden Euro zu. Nach Steuern steht mit 7,2 (0,9) Milliarden Euro ebenfalls ein Rekordwert zu Buche.

Aus dem Jahresüberschuss der Volkswagen AG in Höhe von 1,5 (1,1) Milliarden Euro schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 3. Mai in Hamburg eine Erhöhung der Dividende je Stammaktie auf 2,20 (1,60) Euro und je Vorzugsaktie auf
2,26 (1,66) Euro vor.

Das kräftig gestiegene Konzernergebnis ging mit einer weiteren deutlichen Verbesserung der Finanzkraft des Konzerns einher. Die Netto-Liquidität des Automobilbereichs legte im Jahresvergleich nochmals deutlich um 8 Milliarden Euro auf 18,6 Milliarden Euro zu. Dazu trug zum einen die im vergangenen Frühjahr durchgeführte Kapitalerhöhung zur Schaffung des integrierten Automobilkonzerns mit Porsche bei, zum anderen wirkten sich der gute Geschäftsverlauf und die strikte Kostendisziplin positiv aus. „Unsere starke Liquiditätsposition ist ein Beleg für die finanzielle Solidität und Stabilität unseres Unternehmens. Zugleich verschafft sie uns weiterhin die notwendige finanzielle Flexibilität für unsere Investitionen und die Umsetzung unserer Strategie 2018″, so Pötsch.

Volkswagen investierte 2010 im Konzernbereich Automobile rund 5,7 Milliarden Euro, der Wert lag damit auf Vorjahresniveau. Die Investitionsquote fiel aufgrund des stark gestiegenen Umsatzes um 1,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. „Unsere Ausgabendisziplin geht nicht zu Lasten unserer Produkte“, betonte Pötsch. „Möglich ist das nur durch die von uns konsequent vorangetriebene Modularisierung der Fahrzeugkonzepte. Dies führt zu signifikanten Einsparungen bei Einzelkosten und Einmalaufwand. Wir werden auch weiterhin mit Augenmaß in neue Fertigungsstandorte und in die ökologische Ausrichtung unserer Modellpalette investieren“, so der Finanzvorstand weiter. Insgesamt plant Volkswagen im Konzernbereich Automobile bis 2015 Investitionen in Höhe von 53,5 Milliarden Euro, hinzu kommen noch 10,6 Milliarden in China.

Märkte

Das kräftig gestiegene Konzernergebnis ging mit einer nochmals spürbaren Verbesserung der Marktposition des Volkswagen Konzerns einher. Von der kräftigen Erholung der weltweiten Automobilmärkte profitierte der Konzern dank seines breiten Produktportfolios und seiner starken globalen Präsenz überproportional. Während der weltweite Automobilabsatz um 11,4 Prozent auf 58,7 Millionen Fahrzeuge zunahm, steigerte der Volkswagen Konzern die Auslieferungen an seine Kunden um 13,7 Prozent auf 7,2 Millionen Fahrzeuge. Damit wurde erstmals die Marke von 7 Millionen Fahrzeugen übertroffen.

Wachstumsmotor war unverändert die Region Asien-Pazifik, und dort speziell der chinesische Markt. Mit fast 2 Millionen Fahrzeugen und einem Zuwachs um 37,4 Prozent konnte Volkswagen seine führende Position in China erneut ausbauen. Aber auch in zahlreichen anderen Märkten konnte der Konzern deutlich zulegen. Sehr erfreuliche Zuwächse bei den Auslieferungszahlen gab es in Südamerika (plus 9,9 Prozent auf 908.000) und in den USA (plus 20,9 Prozent auf 360.000).

Im europäischen Geschäft stand in einem schwierigen Marktumfeld insgesamt ein leichtes Plus von 3,1 Prozent auf 3,6 Millionen Fahrzeuge zu Buche. In Deutschland hat der Volkswagen Konzern im vergangenen Jahr mit 1,0 Millionen Fahrzeugen 16,7 Prozent weniger ausgeliefert als 2009. Damit lag das Unternehmen aber noch besser als der Gesamtmarkt, der wegen des Wegfalls der staatlichen Umweltprämie um 23,4 Prozent nachgab.

Der weltweite Marktanteil des Volkswagen Konzerns im Pkw-Geschäft stieg angesichts der erfreulichen Verkaufszahlen von 11,2 Prozent auf 11,4 Prozent.

Marken und Geschäftsfelder

Als großer Wettbewerbsvorteil erwies sich 2010 einmal mehr die breite Aufstellung des Volkswagen Konzerns mit seinen neun Marken, die sich auch im Aufschwung ausgezahlt hat. Fast alle Konzernmarken lagen im Geschäftsjahr 2010 bei Absatz, Umsatz und Ergebnis im Plus – teilweise sogar sehr deutlich.

Die Marke Volkswagen Pkw entwickelte sich sehr dynamisch, besonders in Russland, China und den USA. Die Zahl der Auslieferungen stieg um fast 14 Prozent und übertraf damit erstmals die Marke von 4,5 Millionen Fahrzeugen. Positive Impulse resultierten aus zahlreichen Produkteinführungen, deren Höhepunkt im Herbst der neue Passat bildete. Das Operative Ergebnis der Marke Volkswagen Pkw hat sich im vergangenen Jahr mit 2,2 Milliarden (Vorjahr: 561 Millionen) Euro nahezu vervierfacht. Darin drückt sich die hohe Akzeptanz der Produkte im Markt wie auch der Erfolg der umgesetzten Kosten- und Prozessoptimierung aus.

Gleiches gilt auch für die Premium-Marke Audi. Mit rund 1,1 Millionen Auslieferungen
(plus 15 Prozent) war 2010 das verkaufsstärkste und auch das profitabelste Jahr in der
Audi-Geschichte. Das Operative Ergebnis der Marke Audi hat sich mit 3,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Dabei hat Audi mit seinen Produktneuheiten erneut wichtige Trends für die Branche gesetzt und zugleich das eigene Portfolio mit dem Audi A1 auf ein neues Marktsegment ausgedehnt. In den Werten der Marke Audi sind die Kennzahlen für Lamborghini enthalten.

Auch für Škoda verlief das Geschäftsjahr 2010 sehr positiv. Vor allem auf den neuen Wachstumsmärkten China, Russland und Indien waren die tschechischen Modelle gefragt. Die Auslieferungen erreichten 763.000 Fahrzeuge (plus 11,5 Prozent), der achte Rekordwert in Folge. Das Operative Ergebnis konnte Škoda im Vergleich zum Vorjahr auf 447 (203) Millionen Euro mehr als verdoppeln.

Für die Marke SEAT ging es im vergangenen Jahr wieder leicht aufwärts. Die Auslieferungen zogen auf 340.000 Fahrzeuge an (plus 0,8 Prozent). Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 28 Millionen auf -311 Millionen Euro. Positiv wirkten sich die guten Verkaufszahlen der neuen Modelle Leon und Altea aus. Nach wie vor leidet SEAT unter dem Nachfragerückgang auf dem spanischen Pkw-Markt, auf dem das Unternehmen jedoch im vergangenen Jahr nach 31 Jahren die Marktführerschaft zurückerobern konnte.

Obwohl die Rahmenbedingungen im Luxussegment auch im Jahr 2010 schwierig blieben, konnte Bentley seine Auslieferungen um rund 11 Prozent auf 5.117 Fahrzeuge steigern. Aufgrund von Verschiebungen im Markt- und Produktmix sowie Vorleistungen für neue Produkte sank das Operative Ergebnis von Bentley um 51 Millionen auf -245 Millionen Euro.

Volkswagen Nutzfahrzeuge war im vergangenen Jahr wieder auf klarem Expansionskurs. Die Auslieferungen stiegen um über 20 Prozent auf 436.000 Fahrzeuge. Wachstumsmotor war vor allem Südamerika. Das Operative Ergebnis verringerte sich um 81 Millionen auf 232 Millionen Euro. Bereinigt um den im Vorjahreswert enthaltenen Ertrag aus dem Verkauf des brasilianischen Nutzfahrzeuggeschäfts an MAN in Höhe von rund 600 Millionen Euro fiel das Operative Ergebnis jedoch deutlich höher aus als 2009.

Scania konnte nach dem krisenbedingt sehr schwierigen Lkw-Jahr 2009 im Zuge der kräftigen Markterholung wieder deutlich zulegen. Die Auslieferungen erreichten 63.700 Fahrzeuge, ein Plus von 46,7 Prozent. Das Operative Ergebnis hat sich mit 1,3 Milliarden Euro mehr als verfünffacht.

Die Volkswagen Finanzdienstleistungen erwirtschafteten ein Operatives Ergebnis von 932 (606) Millionen Euro und leisteten damit einmal mehr einen wesentlichen Beitrag zum Konzernerfolg. Weltweit hat der Bereich 2,7 Millionen neue Finanzierungs-, Leasing- und Versicherungsverträge abgeschlossen, ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Strategie und Ausblick

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Volkswagen Konzern die Umsetzung seiner „Strategie 2018″ weiter konsequent vorangetrieben, die auf eine Steigerung des Absatzes bis zum Jahr 2018 auf mehr als 10 Millionen Fahrzeuge jährlich und der Umsatzrendite des Konzerns vor Steuern auf mehr als 8 Prozent zielt. Dabei wird der Konzern bis 2018 weltweit auch mehr als 50.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Kernelemente der „Strategie 2018″ sind unter anderem eine gezielte Ausweitung des Marken- und Produktportfolios sowie eine weitere Stärkung der globalen Präsenz. Zudem wird die branchenweite Spitzenposition bei Qualität, Kundenzufriedenheit und Attraktivität als Arbeitgeber angestrebt.

Weitere Meilensteine auf dem Weg zur Schaffung des integrierten Automobilkonzerns mit Porsche wurden 2010 planmäßig erreicht, etwa mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung von Volkswagen. Zudem wurde die operative Zusammenarbeit mit Porsche im vergangenen Jahr deutlich intensiviert. Im laufenden Jahr stehen weitere wichtige Schritte bevor. In diesem Zusammenhang hat Volkswagen zum 1. März das Vertriebsgeschäft der Porsche Holding Salzburg (PHS) erworben. Die PHS ist eine der erfolgreichsten und profitabelsten Automobilvertriebsgesellschaften Europas und wird zur weiteren Stärkung der Vertriebsaktivitäten des Volkswagen Konzerns beitragen.

Des Weiteren wird Volkswagen auch 2011 sein Engagement im Bereich Elektromobilität weiter ausbauen. Unter anderem ist die Einrichtung eines Elektromobilitäts-Campus in Wolfsburg geplant. Dort werden in den kommenden Jahren 80 Millionen Euro investiert, um die entsprechende Kompetenz des Konzerns am Stammsitz zu bündeln. Damit unterstreicht Volkswagen seine Ambitionen, auch in ökologischer Hinsicht an der Spitze zu stehen.

Im operativen Geschäft erwartet der Volkswagen Konzern für 2011 eine Fortsetzung der positiven Entwicklung des Vorjahres. In den ersten beiden Monaten sind die Auslieferungen mit weltweit rund 1,2 Millionen Fahrzeugen gegenüber Vorjahr um 17,5 Prozent gestiegen. Damit ist der Konzern erneut stärker gewachsen als der Markt. „Wir sind mit der aktuellen Geschäftsentwicklung überaus zufrieden und erwarten ein in jeder Hinsicht starkes erstes Quartal“, erklärte Winterkorn. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand von einer weiteren Verbesserung bei Auslieferungen, Umsatz und Operativem Ergebnis und damit von erneuten Rekordwerten aus – trotz einer möglichen Abschwächung positiver Volumeneffekte durch die weiterhin volatilen Zins- und Wechselkursverläufe sowie der Unwägbarkeiten auf den Rohstoffmärkten.

Auf mittlere und lange Sicht erwartet der Vorstand, dass der Volkswagen Konzern seine Wettbewerbsvorteile immer stärker ausspielen kann. „Unsere Marken bieten heute schon Mobilität für alle Bedürfnisse, in jeder Größenklasse, rund um den Globus. Diese Vielfalt ist unsere Stärke. Unsere Technologieführerschaft werden wir zudem konsequent weiter ausbauen“, betonte Winterkorn. „Der Volkswagen Konzern wird auch in den kommenden Jahren qualitativ wachsen. Wir verbinden Volumenwachstum, höchste Produktqualität sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit mit finanzieller Solidität und nachhaltig steigender Rentabilität. Von der Erreichbarkeit unserer strategischen Ziele sind wir deshalb heute mehr denn je überzeugt“, resümierte der Vorstandsvorsitzende.

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