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Al-Attiyah/Gottschalk vergrößern mit Sieg Vorsprung auf Verfolger

Posted on 14 Januar 2011 by andy

Die Volkswagen Werksfahrer Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) setzten sich auf der elften Etappe an der Spitze der Rallye Dakar weiter ab. Sie erzielten auf dem Teilstück von Chilecito nach San Juan im Race Touareg 3 ihren vierten Etappensieg in diesem Jahr und profitierten gleichzeitig vom Pech ihrer Teamkollegen Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E). Die Vorjahressieger aus Spanien fielen aufgrund eines Schadens an ihrem Fahrzeug zurück, rangieren jedoch weiterhin auf einem Podestplatz. Neue Zweite sind Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) in einem weiteren Race Touareg.

Carlos Sainz, bislang Zweiter der Gesamtwertung, führte die elfte Etappe der Marathon-Rallye fast 400 Kilometer lang an. Dann zwang den Spanier eine Beschädigung an der rechten Vorderrad-Aufhängung seines Autos zu einer Reparaturpause, bei der der Vorjahressieger viel Zeit verlor. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) leisteten ihren Teamkollegen unter unmenschlichen Bedingungen in der Prüfung Hilfe. Sainz/Cruz fielen durch die Reparatur auf den dritten Gesamtrang, ihre Teamkollegen Miller/Pitchford auf die sechste Position zurück.

Hinter Nasser Al-Attiyah erreichte der Franzose Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW das Tagesziel mit 1.13 Minuten Rückstand als Zweiter. Die drittbeste Zeit ging an Vortagessieger Giniel de Villiers. Der “Dakar”-Champion von 2009 liegt in der Gesamtwertung der Rallye nun 51.49 Minuten hinter Al-Attiyah.

Ursprünglich wäre die elfte Prüfung mit 622 Kilometer die längste der gesamten Rallye gewesen. Allerdings sorgten Regenfälle im Gebiet um San Juan zuletzt für tiefe Auswaschungen und neue Schluchten. Aus Sicherheitsgründen strich der Veranstalter deshalb im letzten Teilstück der Prüfung 93 Kilometer. Damit verkürzte sich die Distanz auf 530 Kilometer. Am Fuß der Anden durchquerten die Teams zu Beginn Canyon-Landschaften mit viel Busch-Vegetation, danach bewältigten sie einen Anstieg auf über 3.200 Meter, bevor die Prüfung auf rund 800 Metern Höhe über dem Meeresspiegel endete.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“‘To finish first, first you have to finish’ – so lautet ein Sprichwort im Motorsport. Glückwunsch an Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk zu ihrer heutigen Leistung. Das war für alle ein sehr spannender Tag. Carlos Sainz hatte einen Aufhängungsschaden. Mark Miller und Ralph Pitchford haben ihnen mit Ersatzteilen und Tatkraft geholfen. Ich bin stolz auf die vier, denn sie haben die Reparatur in Rekordtempo bewältigt. Damit liegen wir weiterhin mit drei Race Touareg an der Spitze des Feldes. Alles in allem also ein guter Tag für Volkswagen.”

#300 – Carlos Sainz (E), 14. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Wir haben heute wirklich attackiert und waren im Staub von unserem Teamkollegen Nasser Al-Attiyah auf etwa 25 Sekunden dran. Das ist ein riskantes Spiel und das wussten wir. Wir haben im Staub ein Loch übersehen, in das wir auf der Bremse stehend hineinrutschten. Die Aufhängung brach. Glücklicherweise waren unsere Teamkollegen Mark Miller und Ralph Pitchford mit Ersatzteilen direkt hinter uns und wir konnten die zerstörten Komponenten in Rekordzeit bei unglaublich hoher Hitze wechseln. Dank der Hilfe von Mark und Ralph haben wir das Ziel auf dem dritten Platz der Gesamtwertung noch erreicht. Dafür bin ich dankbar. Aber heute bin ich nicht einfach nur ausgepumpt, ich brauche einen neuen Körper.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Ich habe mir schon vor Tagen vorgenommen, bis zum Ziel möglichst clever zu Werke gehen zu wollen. Heute gab es gleich zwei Wertungsprüfungen, in denen man hellwach sein musste. Wir haben im ersten Teilstück das Material so gut wie möglich geschont, um im zweiten Teil gut aufgestellt zu sein. Das hat sich ausgezahlt. Und obwohl wir eher verhalten unterwegs waren, haben wir am Ende die Wertungsprüfung gewonnen. Jetzt haben wir einen komfortablen Vorsprung, doch der bedeutet nichts, wenn man nicht in Buenos Aires ankommt. An den Sieg verschwende ich noch keinen Gedanken. Schließlich liegen noch zwei extrem harte Tage vor uns.”

#304 – Mark Miller (USA), 11. Platz Tages- / 6. Platz Gesamt-Wertung
“Der Tag begann damit, dass wir im Staub vor uns fahrender Fahrzeuge schwierige Überholmanöver zu absolvieren hatten. Unter diesen Bedingungen haben wir uns gut geschlagen. Kurz nach dem Start des zweiten Teils der Wertungsprüfung kamen wir zu Carlos Sainz und Lucas Cruz, die einen Aufhängungsschaden hatten. Wir haben perfekt zusammengearbeitet, um das Problem so schnell wie möglich zu beseitigen. Normalerweise braucht man dafür mindestens zwei Stunden, wir haben es in einer geschafft. Aber genau dafür ist man ein Team.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Der zweite Teil der Wertungsprüfung war viel härter als wir vorher angenommen hatten. Und auch der erste hatte es echt in sich. Viele Canyons und Buschwerk haben heute viel Lenkrad-Arbeit bedeutet. Durch das Problem von Carlos haben wir heute in der Gesamtwertung einen Platz gut gemacht. Für ihn tut es mir leid, denn er hat bis hierher ein überragendes Rennen absolviert. Doch es zeigt auch: Bei dieser extrem harten Rallye kann jeden Tag alles passieren. Man muss bis zum Schluss auf der Hut sein. Das haben mein Beifahrer Dirk von Zitzewitz und ich bis zum Ziel in Buenos Aires auch vor.”

Zahl des Tages

Der Race Touareg 3 besteht aus 5.535 Einzelteilen. Die Stücklisten weisen für das Chassis 4.911 Komponenten, für den 310 PS starken 2,5-Liter-TDI-Motor 624 Einzelteile aus.


Drei Fragen an Crew-Chief Ralf Arneke

Sie sind als Crew-Chief für die Organisation der Volkswagen Mechaniker zuständig. Ist es – vor allem am Ende einer “Dakar” – schwer, die Motivation hochzuhalten?
“Ehrlich gesagt ist das sogar relativ einfach. Wir sind in der komfortablen Situation, mit drei Autos in Führung zu liegen. Die entsprechenden Crews braucht man da sicher nicht zu motivieren. Aber auch die anderen beiden Mannschaften machen jeden Tag zu mindestens 100 Prozent professionell ihren Job.”


Jeder im Volkswagen Team hat mindestens zwei Jobs zu erledigen. Wie sehen Ihre Aufgaben aus?

“Der Job als Crew-Chief ist hier vor Ort außerordentlich einfach. Jeder im Trupp weiß, was und wie er es zu tun hat. Das ist das Ergebnis guter Vorbereitung und jahrelanger Zusammenarbeit. Wir haben bei Volkswagen wenig Fluktuation, sogar bei den freien Mitarbeitern. Das zahlt sich in totaler Routine aus. Vor Ort fahre und organisiere ich den Start-Ziel-Truck, der auf der Service-Route den letzten Service vor und den ersten nach jeder Prüfung sicherstellt. Da ist man dann derjenige, der die kleinsten Details vor den Wertungsprüfungen noch ändern kann.”


Was macht Ihrer Meinung nach das Volkswagen Team zur besten Mannschaft bei der “Dakar” 2011?

“Wir haben die besten Fahrer, das standfesteste Material und die beste Mechaniker-Truppe. Und die macht dann nicht einmal Fehler im Service. Ich bin verdammt stolz auf die Jungs, die hier bislang herausragende Arbeit leisten. Die Arbeitsabläufe stimmen, es gibt keine aufregenden Momente. Bislang läuft alles so, wie wir uns das vorgestellt haben.”


Stand nach Etappe 11, Chilecito (RA)–San Juan (RA); 529/693 km WP 11/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 11 Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 4:17.27 Std. (1.); 38:16.01 Std.
2. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 4:22.19 Std. (3.) + 51.49 Min.
3. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 5:32.17 Std. (14.) + 1:27.27 Std.
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 4:18.40 Std. (2.) + 1:40.45 Std.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 4:30.44 Std. (4.) + 4:02.54 Std.
6. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 5:19.22 Std. (11.) + 4:42.38 Std.
7. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P); BMW X3 CC; 4:44.40 Std. (5.) + 6:15.38 Std.
8. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 4:53.00 Std. (7.) + 7:02.56 Std.
9. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 4:52.22 Std. (6.) + 8:00.52 Std.
10. Matthias Kahle/Thomas Schünemann (D/D); Buggy SMG; 5:16.51 Std. (9.) + 14:18.14 Std.

Und so geht’s weiter …

Freitag, 14. Januar: Die Tageswertung zwischen San Juan und Córdoba bietet den Teilnehmern zahlreiche Überraschungen. Abschnitte in den Sierras Pampeanas, die die Teilnehmer mit Canyons und der Überquerung von spitzen Steinen fordern, sowie Flussbetten und weite Täler aus rotem Fels sind die sportlichen und landschaftlichen Herausforderungen der zwölften Etappe.

Die Rallye Dakar im TV

14. Januar
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 11. Etappe (Wiederholung)
12:00-14:00 Uhr RTL RTL Punkt 12
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 12. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 12. Etappe

15. Januar
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 12. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 13. Etappe live
23:30-00:00 Uhr Eurosport Highlights 13. Etappe

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Vierfach-Sieg von Volkswagen: Al-Attiyah neuer Führender

Posted on 13 Januar 2011 by andy

Während sich die Volkswagen Werksfahrer Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) auf der zehnten von 13 Etappen ihren ersten Tagessieg sicherten, setzten sich ihre Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) an der Spitze der Rallye Dakar deutlich ab. Das Duo vergrößerte auf der schwierigen Dünenprüfung von Copiapó in Chile nach Chilecito in Argentinien seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 12.37 Minuten. Auf dem zweiten Rang folgen die Vorjahressieger Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E).

In den berüchtigten weißen Dünen in der Nähe von Fiambalá spielten sich dramatische Szenen ab: Zunächst führte Nasser Al-Attiyah die Prüfung an, danach übernahm Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW die Spitze. Dann verwandelte Nasser Al-Attiyah 2.30 Minuten Rückstand am höchsten Punkt der Strecke in einem Dünengebirge in 1.18 Minuten Vorsprung. Doch kurz vor Ende der Prüfung, zwischen dem fünften und dem sechsten Wegpunkt, überrumpelten Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz die Führenden mit der cleversten Routenwahl – und holten so sensationell den Tagessieg. Dirk von Zitzewitz fand auf Anhieb an einem Abzweig die richtige Richtung und folgte nicht den Spuren von Peterhansel. Nasser Al-Attiyah fiel auf den vierten Platz der Tageswertung zurück und büßte insgesamt 8.54 Minuten ein. Da Carlos Sainz auf der Etappe sogar 18.13 Minuten verlor, konnte Al-Attiyah seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) verloren auf der Prüfung 1:04.18 Stunden, bleiben aber Fünfte der Gesamtwertung.

Hinter Al-Attiyah und Sainz komplettieren Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) die Dreifach-Führung von Volkswagen.

Die zehnte Etappe führte die Teilnehmer von Chile wieder nach Argentinien zurück. Dabei überquerten die Teams den mit 4.725 Metern höchsten Punkt der Rallye – den Paso San Francisco.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Eine sehr kurze Etappe, die aber absolut dramatisch verlief und sehr schwierig gewesen ist. Die Navigation war alles andere als einfach und der Sand sehr weich. Keine Fahrerpaarung ist heute ohne kleine Fehler durchgekommen. Der Race Touareg 3 hat die anspruchsvollen Bedingungen aber wieder sehr gut gemeistert. Ich freue mich sehr, dass Giniel und Dirk auf dieser schwierigen Etappe gewonnen haben.”

#300 – Carlos Sainz (E), 5. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Das war der Katastrophen-Tag schlechthin für uns. Bereits nach fünf Kilometern haben wir uns auf einer Düne festgefahren. Dazu kam später ein Reifenschaden. Gleich mehrfach haben wir uns verfahren, besonders am Ende der Wertungsprüfung, als wir den Ausgang aus einem Flussbett nicht richtig gefunden haben. Zudem haben wir uns das Getriebe beschädigt, was uns zusätzlich einbremste. Alles in allem hätte es also besser laufen können. Aber auch schlechter: Der Rückstand in der Gesamtwertung ist nicht uneinholbar. Wir geben bis zum letzten Meter alles, um doch noch gewinnen zu können.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 4. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Der Beginn der Etappe verlief richtig gut für uns. Wir haben schnell in unseren Rhythmus gefunden und haben schon früh unseren Teamkollegen Carlos Sainz überholt, der sich auf einer Düne festgefahren hatte. Bis zum Ende fuhren wir ein gutes Tempo. Leider haben wir nicht sofort den richtigen Weg gefunden und dort gesucht, wo alle Top-Teams nach dem Weg gesucht haben. Nur unsere Teamkollegen Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz waren cleverer als alle anderen. Glückwunsch an sie zum Etappensieg.”

#304 – Mark Miller (USA), 8. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
“Ein fordernder Tag für Mensch und Material. Wir haben zu Beginn vieles richtig gemacht, mein Beifahrer Ralph Pitchford hat die Wegpunkte perfekt angefahren. Leider kamen wir über einen Dünenkamm mit zu wenig Schwung und haben uns dort festgefahren. Insgesamt war es jedoch eine richtig gute, weil harte ‚Dakar‘-Etappe. Mit ein bisschen mehr Glück wäre heute mehr für uns herausgesprungen.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 1. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Heute war unser Tag. Ich denke, dass ich einen ebenso guten Job gemacht habe wie mein Copilot Dirk von Zitzewitz. Doch am Ende hat sein Geniestreich den Unterschied gemacht. Es ist toll, endlich auch einen Etappensieg bei dieser ‚Dakar‘ geholt zu haben, auch wenn er später kam, als ich mir gewünscht habe. Auf dem Weg dorthin gab es viele Schwierigkeiten zu überwinden. Man musste auf die Motortemperaturen achten, jedes der Top-Teams hat sich mindestens einmal verfahren. Dazu Sand, Sand, Sand, der sehr weich war. Das Finale war ein echtes Labyrinth von ausgewaschenen Flussbetten und Canyons. Da werden noch viele Teams heute nach dem Weg suchen.”

Zahl des Tages

Auf dem Teilstück zwischen Copiapó und Chilecito bestritt Volkswagen mit dem Race Touareg die insgesamt 100. “Dakar”-Etappe seit dem ersten Einsatz des Prototypen im Jahr 2004.

Aus dem Volkswagen Biwak

Segel-Ass Russell Coutts besucht Volkswagen Werksteam
Hoher Besuch von hoher See: Der viermalige America’s-Cup-Sieger, mehrfache Segel-Weltmeister und Olympiasieger Russell Coutts ließ sich von Carlos Sainz, Nasser Al-Attiyah und Mark Miller das Volkswagen Biwak zeigen. In Copiapó in Chile, heimlicher Ruhetag der Rallye Dakar für die Mechaniker, kam der 48-jährige Neuseeländer beim Service nach der neunten Etappe zur Stippvisite.

Lokalheld und Favorit unter sich: Minenarbeiter trifft Al-Attiyah
Ein besonderer Moment für beide: Volkswagen Werkspilot Nasser Al-Attiyah, Gesamtführender der “Dakar”, bekam nach der neunten Etappe im Biwak einen Überraschungsbesuch abgestattet. Luis Urzúa, Schichtführer der in San José nördlich von Copiapó im Herbst 2010 verunglückten Bergleute, machte sich in seiner Heimatstadt Copiapó ein Bild vom Volkswagen Werksteam. Der als 33. und letzter gerettete Urzúa zeigte sich begeistert. “Wie wir Bergleute arbeitet ein Team bei der ‚Dakar‘ Hand in Hand. Es ist toll, die Rallye in meiner Stadt so hautnah zu erleben”, so der 54-Jährige. “Mit Nasser Al-Attiyah einen der Favoriten treffen zu dürfen, ist großartig.”

Stand nach Etappe 10, Copiapó (RCH)–Chilecito (RA); 176/862 km WP 10/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 10 Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 3:02.09 Std. (4.) 33:58.34 Std.
2. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 3:11.28 Std. (5.) + 12.37 Min.
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 2:53.15 Std. (1.) + 46.57 Min.
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 2:58.53 Std. (3.) + 1:39.32 Std.
5. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 3:57.33 Std. (8.) + 3:40.43 Std.
6. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 2:57.38 Std. (2.) + 3:49.37 Std.
7. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P); BMW X3 CC; 3:24.06 Std. (6.) + 5:48.25 Std.
8. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 3:36.38 Std. (7.) + 6:27.23 Std.
9. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 4:26.42 Std. (10.) + 7:25.57 Std.
10. Erik van Loon/Harmen Scholtalbers (NL/NL); Mitsubishi Racing Lancer; 6:46.14 Std. (42.) + 13:38.12 Std.

Und so geht’s weiter …

Donnerstag, 13. Januar: Die Rallye Dakar bietet den Teilnehmern auf dem Teilstück zwischen Chilecito und San Juan die letzte vornehmlich vom tiefen, anthrazitfarbenen Sand geprägte Etappe. Weicher Pudersand, im Volksmund “Guadal” genannt und dem Fesh-Fesh Afrikas ähnlich, fordert Mensch und Material ebenso wie steinige und buckelige Abschnitte, die dem Fahrwerk alles abverlangen.

Die Rallye Dakar im TV

13. Januar
01:05-01:30 Uhr Eurosport Highlights 10. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 10. Etappe (Wiederholung)
12:00-14:30 Uhr RTL RTL Punkt 12
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 11. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 11. Etappe

14. Januar
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 11. Etappe (Wiederholung)
12:00-14:00 Uhr RTL RTL Punkt 12
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 12. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 12. Etappe

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Dakar Etappe 9 mit Volkswagen Dreifachsieg

Posted on 12 Januar 2011 by andy

Die Volkswagen Werksfahrer sorgen mit ihrem Dreifach-Etappensieg weiterhin für Hochspannung an der Spitze der Rallye Dakar: Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D), die die Gesamtwertung im Race Touareg 3 nach neun Etappen vor Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) anführen, lieferten sich mit ihren spanischen Teamkollegen ein Duell um Sekunden. Mit seinem fünften Etappensieg rückte Sainz nach dem Führungsverlust vom Vortag wieder bis auf 3.18 Minuten an den Spitzenreiter heran – ein Minimalwert nach “Dakar”-Maßstäben.

Die Tagesprüfung der Rallye Dakar führte rund um Copiapó. Zunächst lag Al-Attiyah, der Rallye-Profi aus Katar, vorn. Er musste die Strecke als Vortagessieger eröffnen. Ungläubige Mienen dann nach 63 Wertungs-Kilometern: Am zweiten Kontrollpunkt herrschte auf die Sekunde Gleichstand zwischen den Favoriten. Dann zog Sainz davon und gewann mit 1.56 Minuten Vorsprung. Ein Reifenschaden ließ Nasser Al-Attiyah in der Folge weiter zurückfallen, doch der Araber nutzte seine Fähigkeiten als Dünenexperte, um die Lücke zu Sainz wieder zu verringern. Damit hat der dieselgetriebene Race Touareg acht der bislang neun Tageswertungen der Rallye Dakar für sich entschieden. In der Gesamtwertung liegt Volkswagen seit Beginn der Rallye ununterbrochen vorn.

Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) und Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA), die zwei weitere Race Touareg fahren, beendeten die Prüfung auf den Positionen drei und fünf. Damit festigte Vorjahressieger de Villiers seinen dritten Gesamtrang, während Miller Fünfter der Rallye bleibt. Die viertbeste Zeit des Tages ging an den Herausforderer von Volkswagen: Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW kam mit 11.14 Minuten Rückstand ins Ziel und bleibt Vierter der Gesamtwertung.

Die neunte Wertungsprüfung wurde von ursprünglich 235 auf 207 Kilometer Länge verkürzt. Sie bot dennoch die “Dakar”-typische Abwechslung im Terrain: Fester Sand und Dünenpassagen mit Kamelgras-Bewuchs zu Beginn, steinige Schotter-Passagen mit der Kreuzung ausgetrockneter Flussbetten im Mittelsektor und erneut sandige Dünnenquerungen zum Finale bildeten den Charakter dieser Wertungsprüfung. Viele Schläge schüttelten die Fahrer durch, die unisono die physischen Anstrengungen hervorhoben. O-Ton Timo Gottschalk, Beifahrer von Nasser Al-Attiyah: “Heute tut mir wirklich alles weh.”

Stimmen
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Die gestrige Etappe war extrem schwierig und viele Teilnehmer haben sie nicht gemeistert – aber alle vier Race Touareg kamen sehr gut durch, so wie ihnen das heute erneut gelungen ist. Die heutige Etappe war ebenfalls anspruchsvoll, auch wenn sie deutlich kürzer ausfiel. Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass der Race Touareg 3 als bestes und konkurrenzfähigstes Fahrzeug das Maß der Dinge ist. Im Zusammenspiel mit unseren erstklassigen Fahrern und Beifahrern ist das die zurzeit beste Mannschaft im Marathon-Rallyesport und eines der besten Teams weltweit. Aktuell ist dieses Team einfach unschlagbar.”

#300 – Carlos Sainz (E), 1. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Ein kurzer, aber nicht ganz leichter ‚Dakar‘-Tag. Wir konnten bereits nach einigen Kilometern auf unseren Teamkollegen Nasser Al-Attiyah aufschließen, der die Prüfung eröffnet hatte. In einem ausgetrockneten Flussbett haben wir die Chance ergriffen, ihn zu überholen. Danach riss der Kontakt ab, weil er wohl einen Reifenschaden hatte. Doch in den Dünen konnte er wieder aufschließen. Er muss dort mächtig Gas gegeben haben. Morgen müssen wir die Etappe eröffnen. Die Dünen von Fiambalá haben in den vergangenen Jahren immer eine entscheidende Rolle gespielt. Unser Rückstand ist nicht so groß, als dass sich das Blatt nicht erneut wenden könnte.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 2. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Heute haben wir etwa zwei Minuten eingebüßt. Genau so läuft es, wenn man die Prüfung eröffnen muss. Wir hatten keine Spuren zur Orientierung und so konnte mein Teamkollege Carlos Sainz früh an uns vorbeigehen. In seinem Staub haben wir einen Stein unglücklich getroffen und mussten daraufhin einen Reifenschaden wechseln. In den Dünen konnte ich die Lücke wieder schließen und fast zeitgleich mit ihm die Ziellinie überqueren. Morgen hat Carlos den Nachteil, die Route zu eröffnen. Wenn wir auf ihn aufschließen könnten, bräuchten wir nur an ihm dranzubleiben, um die heute verlorenen zwei Minuten wieder gutzumachen. Doch das ist nur die Theorie.”

#304 – Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
“Wir haben zu Beginn dieser Wertungsprüfung einen guten Rhythmuss gefunden und konnten den Abstand zu unserem vor uns gestarteten Teamkollegen Giniel de Villiers konstant halten. Wir mussten im ersten Drittel der Prüfung in einem Offroad-Abschnitt noch einen Motorrad-Fahrer überholen und haben uns dort ohne erkennbaren Grund einen Reifenschaden eingefangen. Direkt im Anschluss durchquerten wir ein Geröllfeld sehr vorsichtig, um kein Risiko einzugehen. Ich denke, das erklärt den Rückstand auf der heutigen Etappe.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Heute haben wir wieder ein bisschen Zeit vor Stéphane Peterhansel im BMW gewonnen. Das war wichtig. Es ging darum, auf dieser kurzen, aber doch knackigen Prüfung fehlerfrei und schnell durchzukommen und trotzdem das Material zu schonen. Das ist uns gelungen. Am Ende haben wir etwas Tempo herausgenommen, weil wir zuvor im Auto so sehr durchgeschüttelt wurden, dass mir der Nacken schmerzte. Nichts, was unsere Physio-Therapeuten nicht in den Griff bekommen würden, aber genug, um heute lieber etwas vorsichtiger zu Werke zu gehen.”

Zahl des Tages
Auf der neunten Etappe der Rallye Dakar 2011, der Schleife rund um Copiapó, betrug der längste Sprung von Carlos Sainz über eine Kuppe exakt 15,43 Meter. Erfasst wurde der Wert über die Sensoren am Fahrwerk des Race Touareg 3, das in einem solchen Fall komplett ausfedert und den Ingenieuren so einen Federweg von Null Millimetern meldet.

Wussten Sie, dass …
… die Rallye Dakar mit dem Halt in Copiapó dort gastiert, wo Mitte Oktober 2010 mit der Rettung von 33 verunglückten Bergleuten eine Sternstunde Chiles stattfand? Eine der während der geglückten Befreiung aus 700 Metern Tiefe eingesetzten Rettungskapseln bildete den Mittelpunkt des “Dakar”-Biwaks: die “Fénix 3”.

… die neunte Etappe der Rallye Dakar für die Mechaniker der eigentliche Ruhetag ist? Erstmals verbleibt der “Dakar”-Tross dank der Wertungsprüfung mit Start und Ziel in Copiapó an Ort und Stelle. Vorteil: Kein Bewältigen einer Service-Route über hunderte Kilometer. Der sogenannte Ruhetag vor drei Tagen in Arica stellte dagegen den bisher arbeitsreichsten Tag der Service-Crew dar.

… Volkswagen zur Rallye Dakar 350 fertig auf Felgen montierte Reifen des Typs BFGoodrich “All Terrain” für die vier eingesetzten Race Touareg 3 mitführt? Logistisch ist das Team im Plus: Für die Etappen zehn, elf, zwölf und 13 stehen noch 140 Stück zur Verfügung.


Stand nach Etappe 09, Copiapó (RCH)–Copiapó (RCH); 235/270 km WP 09/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 09 Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 2:16.35 Std. (2.); 30:56.25 Std.
2. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 2:14.39 Std. (1.) + 3.18 Min.
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 2:23.41 Std. (3.) + 55.51 Min.
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 2:25.53 Std. (4.) + 1:42.48 Std.
5. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 2:29.31 Std. (5.) + 2:45.19 Std.
6. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 2:31.44 Std. (6.) + 3:54.08 Std.
7. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P); BMW X3 CC; 2:51.34 Std. (10.) + 5:26.28 Std.
7. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 2:44.34 Std. (9.) + 5:52.54 Std.
9. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 2:44.11 Std. (8.) + 6:01.24 Std.
10. Matthias Kahle/Thomas Schünemann (D/D); Buggy SMG; 2:52.44 Std. (11.) + 7:43.06 Std.

Und so geht’s weiter …
Mittwoch, 12. Januar: Auf dem Weg nach Chilecito stellen sich den Volkswagen Teams und ihren Gegnern die berüchtigten weißen Dünen in der Nähe der argentinischen Stadt Fiambalá in den Weg. Fahrerische Fähigkeiten sind ebenso gefragt wie eine fehlerfreie Navigation, um den Etappen-Zielort “Klein Chile”, der von der Sierra de Famatina im Westen und der Sierra Velasco im Osten gesäumt wird, als Tagessieger zu erreichen.

Die Rallye Dakar im TV

12. Januar
00:50-01:15 Uhr Eurosport Highlights 09. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:45-09:15 Uhr Eurosport Highlights 09. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 10. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 10. Etappe

13. Januar
01:05-01:30 Uhr Eurosport Highlights 10. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 10. Etappe (Wiederholung)
12:00-14:30 Uhr RTL RTL Punkt 12
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 11. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 11. Etappe

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Al-Attiyah neuer Führender bei Dakar 2011

Posted on 11 Januar 2011 by andy

Auf der bisher schwersten Etappe der Rallye Dakar sorgten die Volkswagen-Teams mit einem Führungswechsel für Hochspannung. Wie schon am Freitag holten die vier Race Touareg-Teams auch auf der achten Wertungsprüfung von Antofagasta nach Copiapó einen Vierfach-Tagessieg. In der seit dem Minenwunder berühmtesten chilenischen Stadt erzielte das Duo Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) bereits den dritten Tagessieg. Auf seinem Lieblingsterrain in tiefem Sand löste Al-Attiyah dadurch die Vorjahressieger Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) als Führende der Gesamtwertung ab. Der Araber liegt jetzt 5.14 Minuten vor dem Spanier.

Zunächst hatte Nasser Al-Attiyah, der als Vortagessieger die Strecke eröffnen musste, hinter Sainz gelegen. Erst nach dem zehnten von 13 Wegpunkten wandelte der Rallye-Profi aus Katar einen 1.58-Minuten-Rückstand in 6.36 Minuten Vorsprung um. Hinter Sainz und Al-Attiyah beendeten Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) den Tag als Dritte vor ihren Volkswagen Teamkollegen Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA). Damit rückten beide in der Gesamtwertung um jeweils eine Position vor: De Villiers ist Dritter. Miller, der die Prüfung zu Beginn angeführt hatte, ist nun Fünfter der Rallye.

Während Volkswagen der siebte von bislang acht möglichen Etappensiegen gelang, fiel der stärkste Herausforderer weiter zurück. Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW findet sich mit 1:33 Stunde Rückstand auf Rang vier der Gesamtwertung wieder.

Auf der heutigen Tagesetappe haben die Teams die mit 508 Kilometern bislang längste Prüfung der Rallye absolviert. Lediglich die noch ausstehenden Wertungsprüfungen am 13. und 14. Januar werden noch länger ausfallen. Im ersten Teil der Etappe mussten die Teams viele Zufahrtswege von Bergbauminen bewältigen und passierten das Observatorio Paranal – die Kulisse des James-Bond-Films “Ein Quantum Trost”. Insgesamt war es eine Art kleine “Dakar” in einer Etappe: Die Wertungsprüfung zwischen Antofagasta und Copiapó bot jede Menge Abwechslung im Terrain. Einerseits Schotterpassagen, die Materialschonung erforderte, andererseits ausgewaschene Sandpassagen, trockene Flussbetten und Canyons, die die Fähigkeiten der Navigatoren prüften. Mehrere Dünengürtel bildeten das Tüpfelchen auf dem i bei der bislang härtesten Prüfung der Rallye Dakar 2011.


Stimmen
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Das war heute der Volkswagen Tag! Der Race Touareg lief problemlos, unsere Fahrer und Beifahrer haben sehr gut gearbeitet. Es dürfte kaum je eine so schwierige Etappe wie die heutige gegeben haben. Und dort hat Volkswagen einen so großen Vorsprung herausgefahren. Es zeigt, wie gut unser Auto ist und was die Insassen im Cockpit geleistet haben. Vielen Dank dafür an das ganze Team. Wir rücken unserem großen Ziel näher, aber die ‚Dakar’ ist und bleibt gnadenlos. Wir müssen weiterhin alles geben.”

#300 – Carlos Sainz (E), 2. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Heute war wohl nicht unser Tag. Wir haben die Führung eingebüßt, nachdem wir uns zweimal in den Dünen festgefahren hatten. Die meiste Zeit sind wir in der Nähe unseres Teamkollegen Nasser Al-Attiyah geblieben. Das hätte bedeutet, dass wir unsere Führung um zwei Minuten ausgebaut hätten. Stattdessen sind es nun mehr als sechs Minuten, die wir in der WP langsamer waren. Ausgerechnet im letzten Dünengürtel haben wir festgesteckt. Das bedeutet, dass sich unsere Rolle geändert hat. Wir jagen jetzt und sind nicht mehr die Gejagten. An der Herangehensweise ändert das allerdings nichts: Wir werden nach wie vor Tag für Tag alles geben, um am Ende ganz vorn zu sein.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Ich habe mir heute die gesamte Energie für die Dünenpassagen aufgespart und mich voll darauf konzentriert, dort zu attackieren. Fast die gesamte Distanz sind wir Seite an Seite mit Carlos Sainz gefahren, mehrfach hat die Führung zwischen uns gewechselt. Im letzten Dünenabschnitt habe ich zu meinen Copilot Timo Gottschalk gesagt: Jetzt oder nie. Wir haben das Maximum herausgequetscht. Das Ziel war es, den Rückstand zu verringern. Nun ist die Gesamtführung daraus geworden. Wir müssen weiter clever zu Werke gehen, um diesen Vorsprung bis zum Ende zu verteidigen.”

#304 – Mark Miller (USA), 4. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
“Eine wirklich fantastische Etappe. So müssen ‚Dakar‘-Prüfungen sein: Ein bisschen von allem war drin. Heute hatten wir einen guten Tag. Allein an einer Stelle ließ das Roadbook viel Raum für Interpretation. Mein Beifahrer Ralph Pitchford hat alles richtig gemacht, wir waren exakt auf Kurs und mussten doch einen Wegpunkt lange suchen. Zu Beginn der Prüfung mussten wir einen schleichenden Plattfuß wechseln, doch das kann auf einer solchen Etappe immer passieren. Alles in allem habe ich den Tag genossen. Davon können gerne noch mehr kommen.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Diese Etappe hatte es echt in sich. Sowohl fahrerisch als auch navigatorisch wurde heute alles abverlangt. Mein Navigator Dirk von Zitzewitz hat heute ganze Arbeit abgeliefert. Wir haben die Route zu 100 Prozent befolgt. Zwischenzeitlich haben wir allerdings keine Spuren von den Jungs vor uns gesehen. Sie müssen heute besonders clever gewesen sein. Denn anders kann ich mir meinen Rückstand auf der heutigen Etappe nicht erklären. Wir hatten zwar einen Reifenschaden, der war aber schnell gewechselt. Jetzt Gesamtdritter zu sein, ist toll. Das Podium ist unser Ziel. Dennoch denke ich von Tag zu Tag. Es kommen noch harte Etappen auf uns zu. Dort müssen wir fehlerfrei bleiben, wenn es noch etwas nach vorn gehen soll.”


Zahl des Tages
Multikulti für den Erfolg: Die “Dakar”-Werksmannschaft wird von Teammitgliedern aus 15 verschiedenen Nationen gebildet. Neben den Werksfahren aus Spanien, Katar, Deutschland, den USA und Südafrika ergänzen Techniker und Ingenieure aus Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Argentinien, der Slowakei, Italien, Litauen, der Türkei und aus Irland das Aufgebot. Hauptsprache zur Verständigung: Englisch.

Drei Fragen an Fahrzeug-Ingenieur Gerhard Jan de Jongh
Als Fahrzeug-Ingenieur von Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk absolvieren Sie die allererste Rallye Dakar. Was ist für Sie das Besondere?
“Eine ‚Dakar‘ ist deshalb besonders, weil man viel mehr von Land und Leuten sieht als bei jeder anderen Sportveranstaltung. Und da ist dieses Element Ausdauer, das sowohl für das Material als auch für die Fahrer und ganz besonders für das Service-Team gilt. Das ist meiner Meinung nach einmalig. Bei keiner anderen Veranstaltung der Welt ist Durchhaltevermögen so sehr gefragt wie hier.”

Sie sind auch ein erfahrener Rallye-WM-Ingenieur. Was macht den Unterschied von Sprint-Rallyes zur “Dakar” aus?
“Sowohl in der Rallye-WM als auch bei der Rallye Dakar ist genug Raum für Amateur-Teams. Bei der ‚Dakar‘ sind sie das Herz der Veranstaltung. In einem Werksteam wie bei Volkswagen wird genauso professionell gearbeitet wie bei einem WRC-Werksteam. Insoweit sind diese beiden Kategorien miteinander vergleichbar. Die Unterschiede bestehen in den Arbeitsabläufen und der Intensität. Für mich ist schon jetzt die ‚Dakar‘ so abwechslungsreich wie eine ganze Rallye-WM-Saison. Es gibt so unterschiedliches Terrain, so viel sportliches Auf und Ab und so verschiedene Herausforderungen für einen Ingenieur wie in einem gesamten Jahr in der Weltmeisterschaft. Hier geht es darum, alles für ein einzelnes gutes Resultat zusammenzubringen.”

Was ist denn Ihre schönste “Dakar”-Erfahrung bislang?
“Als Ingenieur von Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk hoffe ich natürlich, dass die schönste Erfahrung noch vor uns liegt! Bislang war die Überquerung der Anden ein überragendes Erlebnis, weil sie unglaublich schöne landschaftliche Einblicke gewährt hat. Und natürlich die Begeisterung der Fans, besonders in Argentinien. Ich habe niemals im Motorsport so enthusiastisch feiernde und so Rallye-interessierte Fans gesehen wie hier. Es berührt jeden, wenn Du merkst, dass sich die Einheimischen für das interessieren, was Du tust.”
Stand nach Etappe 08, Antofagasta (RCH)–Copiapó (RCH); 508/776 km WP 08/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 08 Gesamtzeit
1. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 5:16.30 Std. (1.) 28:39.50 Std.
2. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 5:23.06 Std. (2.) + 5.14 Min.
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 5:33.52 Std. (3.) + 48.45 Min.
4. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 6:30.11 Std. (6.) + 1:33.30 Std.
5. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 5:36.31 Std. (4.) + 2:32.23 Std.
6. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P); BMW X3 CC; 6:38.41 Std. (7.) + 4:51.29 Std.
7. Matthias Kahle/Thomas Schünemann (D/D); Buggy SMG; 6:39.39 Std. (8.) + 7:06.57 Std.

Und so geht’s weiter …
Dienstag, 11. Januar: Die Schleife um Copiapó bietet den Teams ein zweigeteiltes Bild. Während die Mechaniker diesmal keine Service-Route zu bewältigen haben und so erstmals bei der “Dakar” kurz zur Ruhe kommen, steht für die Fahrer und Beifahrer einer der härtesten Rallye-Tage auf dem Programm. Offroad-Abschnitte mit tiefem, weichem Sand einerseits und steinige Abschnitte andererseits – eine physische Tortur, die tadellose Fitness erfordert.

Die Rallye Dakar im TV

11. Januar
00:00-00:27 Uhr RTL RTL Nachtjournal
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe (Wiederholung)
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe (Wiederholung)
11:35-12:00 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 09. Etappe live
23:15-23:45 Uhr Eurosport Highlights 09. Etappe

12. Januar
00:50-01:15 Uhr Eurosport Highlights 09. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:45-09:15 Uhr Eurosport Highlights 09. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 10. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 10. Etappe

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Dreifachsieg bei Dakar

Posted on 10 Januar 2011 by andy

Volkswagen bleibt auch in der zweiten Hälfte der Rallye Dakar mit Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) im Race Touareg 3 Spitzenreiter. Doch mit ihrem Tagessieg auf der siebten Etappe in Chile sind ihre Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) bis auf 1.22 Minuten in der Gesamtwertung an die Spanier herangerückt. In ihrem Kampf um die Führung haben sich die beiden Race Touareg 3 von ihrem Verfolger Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW weiter abgesetzt. Dem Franzosen fehlen bereits 21.11 Minuten auf die Spitze.

Al-Attiyah feierte vor Carlos Sainz auf dem Weg von Arica nach Antofagasta seinen zweiten Etappensieg bei der Rallye – für Volkswagen war es bereits der sechste auf bislang sieben Prüfungen. Dadurch halbierte Al-Attiyah seinen Rückstand auf Sainz. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) komplettierten den Tageserfolg mit 2.56 Minuten Rückstand als Dritte. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) verfuhren sich im vierten Race Touareg 3 des Teams und büßten dadurch 39.11 Minuten ein.

In ihrer Charakteristik ähnelte die Prüfung der zuletzt gefahrenen sechsten Etappe, allerdings absolvierten die Teams die Strecke in umgekehrter Richtung. Eine Serpentinen-Abfahrt zum Schluss der Etappe erwies sich als so eng, dass die Fahrer in einzelnen Kurven zurückstoßen mussten. Auch die Service-Begleitmannschaften bewältigen einen ihnen bereits bekannten Weg in umgekehrter Richtung. Das sportliche Geschehen zwang den Veranstalter zu einer Änderung der Route: Viele Teams haben aufgrund einer schwierigen Etappe erst mit großer Verspätung das Biwak am Ruhetag erreicht. Um ihnen den Start in die harte zweite Rallyewoche zu erleichtern, verkürzten die Verantwortlichen die ursprünglich 611 Kilometer lange siebte Tagesprüfung auf 273 Kilometer. Damit erreichen die Teams das Prüfungsziel bereits in der Nähe des Rio Loa mit Blick auf den Pazifik. Es ist der einzige Fluss, der in den Anden entspringt und auf dem Weg zum Meer in der Atacama-Wüste nicht vollständig verdunstet.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Das war ein fantastischer Tag für drei unserer Autos. Der Dreifach-Etappensieg zeigt, wie gut das Team am Ruhetag gearbeitet hat. Ich bin mehr als zufrieden mit dem Beginn der zweiten Rallye-Hälfte. Wir haben uns heute auch noch etwas mehr Luft zu Stéphane Peterhansel verschafft. Weiterhin gilt: Wir müssen zunächst die Rallye Dakar mit ihren Bedingungen schlagen und in zweiter Linie Stéphane Peterhansel im Griff behalten.”

#300 – Carlos Sainz (E), 2. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Die Etappe heute zu eröffnen war nicht besonders leicht, weil die Navigation anspruchsvoll war. Mein Beifahrer Lucas hat einen tollen Job gemacht, denn wir hätten heute locker und leicht mehr als zwei Minuten verlieren können. Das war nicht der Fall – deswegen bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Morgen ist es genau umgekehrt: Mein Teamkollege Nasser Al-Attiyah muss die Etappe eröffnen und wir können uns dranhängen.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 1. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Jeden Tag ein bisschen vom Rückstand abbauen – genauso haben wir uns das vorgestellt. Heute hatten wir den Vorteil, meinem Teamkollegen Carlos Sainz folgen zu können. Bis wir zu ihm aufgeschlossen haben, profitierten wir davon. Dann aber hingen wir in seinem Staub fest. Morgen kommt eine lange Etappe auf uns zu. Mal sehen, was sich dort ausrichten lässt. Auf jeden Fall werde ich alles geben, um den Rückstand weiter zu verringern.”

#304 – Mark Miller (USA), 12. Platz Tages- / 6. Platz Gesamt-Wertung
“Heute war nicht unser Tag. Zu Beginn hatten wir gleich einen Plattfuß. Nach dem Wechsel des Reifens haben wir schnell wieder den Rhythmus gefunden. Ab dann lief es eigentlich ganz gut – bis wir an eine im Roadbook etwas verwirrende Stelle kamen. Dort haben wir lange nach dem Wegpunkt gesucht, der uns in das richtige Tal geführt hätte. Um den korrekten Weg wiederzufinden, haben wir einfach zu viel Zeit gebraucht.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
“Eine kurze, aber dennoch abwechslungsreiche ‚Dakar‘-Etappe. Sie war der Prüfung vor dem Ruhetag ähnlich, aber fiel weniger heftig aus als erwartet. Die Navigation war heute vor allem in den Dünen nicht ganz einfach. Ich denke aber, dass wir heute beide, Beifahrer und Fahrer, nahezu fehlerfrei geblieben sind. Wir haben zwar erneut etwas Zeit auf unsere Teamkollegen Nasser Al-Attiyah und Carlos Sainz verloren, die vorn mächtig Gas geben. Stéphane Peterhansel im BMW sind wir aber näher gekommen. Die nächsten Tage werden hart. Dort wollen wir möglichst wieder Boden gutmachen.”

Zahl des Tages

Der Teamarzt von Volkswagen Motorsport führt für medizinische Notfälle und die Behandlung “Dakar”-typischer kleiner Blessuren 143 verschiedene Medikamente mit sich: Salben, Pillen, Medikamente für die intravenösen Verabreichung und Tropfen.

Aus dem Volkswagen Biwak

Staatsoberhaupt besucht Volkswagen Team
Am Ruhetag der Rallye Dakar stattete der chilenische Staatspräsident Sebastián Piñera im Biwak auch dem Team von Volkswagen eine Visite ab. Werksfahrer Carlos Sainz und sein Teamkollege Nasser Al-Attiyah erläuterten dem Präsidenten in Arica den Auftritt von Volkswagen und die aufwendige Technik des 228 kW/310 PS starken Race Touareg mit dem TDI-Antrieb.

Familientrip in die Wüste – Le-Mans-Legende Jacky Ickx und Tochter Vanina bei der Rallye Dakar
Jacky Ickx, sechsfacher Le-Mans-Sieger und Gewinner der Rallye Dakar 1983, begleitet die Rallye Dakar in einem Volkswagen Amarok. Er berichtet für Eurosport von dem Wüsten-Klassiker. Auch seine Tochter Vanina Ickx, die beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2010 im Volkswagen Scirocco GT24-CNG zusammen mit Nasser Al-Attiyah, Klaus Niedzwiedz und Dieter Depping einen Klassensieg errungen hat, besuchte zwei ihrer Langstrecken-Teamkollegen in der Wüste.

Stand nach Etappe 07, Arica (RCH)–Antofagasta (RCH); 273/819 km WP 07/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 07 Gesamtzeit
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 2:42.17 Std. (2.); 23:21.58 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 2:40.57 Std. (1.) + 1.22 Min.
3. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 2:48.37 Std. (4.) + 21.11 Min.
4. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 2:43.53 Std. (3.) + 32.45 Min.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 2:57.57 Std. (5.) + 1:28.59 Std.
6. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 3:20.08 Std. (12.) + 2:13.44 Std.
7. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 3:03.11 Std. (8.) + 2:38.50 Std.
8. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 3:01.04 Std. (6.) + 3:26.41 Std.
9. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P); BMW X3 CC; 3:01.45 Std. (7.) + 3:30.40 Std.
10. Matthias Kahle/Thomas Schünemann (D/D); Buggy SMG; 3:27.23 Std. (13.) + 5:45.10 Std.

Und so geht’s weiter …

Montag, 10. Januar: Sportlich bilden die Etappen rund um Copiapó eines der Herzstücke der Rallye Dakar 2011. Die Abschnitte mit tiefem Sand sind mit viel Kamelgras bewachsen und ähneln eher Bergen aus weichem Sand als typischen Dünen. Die Querung dieser turmhohen Kolosse ist knifflig: In den Dünentälern sollten die Teilnehmer möglichst keinen Schwung verlieren, um eigenständig die Kessel wieder verlassen zu können.

Die Rallye Dakar im TV

10. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 07. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 07. Etappe (Wiederholung)
11:00-11:30 Uhr Eurosport Highlights 07. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 08. Etappe live
22:30-23:00 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe

11. Januar
00:00-00:27 Uhr RTL RTL Nachtjournal
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe (Wiederholung)
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe (Wiederholung)
11:35-12:00 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 09. Etappe live
23:15-23:45 Uhr Eurosport Highlights 09. Etappe

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Dakar 2011 – Vierfachsieg und Doppelführung in den Ruhetag

Posted on 08 Januar 2011 by andy

Mit einem Vierfachsieg gingen die Piloten von Volkswagen in den Ruhetag der diesjährigen Rallye Dakar. Damit steht es nach Siegen in der ersten Woche 5:1 für das Volkswagen-Quartett im Duell mit dem BMW-Team von X-raid. Nach sechs Etappen durch Argentinien und Chile führen Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) mit 2.42 Minuten Vorsprung vor ihren Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D). Nach 1.925 von 5.020 Prüfungskilometern sind Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F) im X-raid-BMW die härtesten Volkswagen Konkurrenten: ihr Rückstand beträgt 14.51 Minuten – bei der Rallye Dakar ein Wimpernschlag. Vier von sechs möglichen Etappensiegen gingen bislang an Sainz/Cruz, je einer an Al-Attiyah /Gottschalk und Peterhansel/Cottret. Dem Führungstrio folgen mit Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) auf der vierten und Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) auf der sechsten Gesamtposition zwei weitere Volkswagen Werksduos in Schlagdistanz.

Am Ruhetag der “Dakar” ist jedoch alles andere als Faulenzen angesagt. Die Mechaniker bereiten die Fahrzeuge intensiv auf die zweite Woche der “Dakar” vor. Fahrer, Beifahrer und Teamleitung werden nach einer gemeinsamen Pressekonferenz dem chilenischen Präsident Sebastián Piñera das Biwak von Volkswagen präsentieren und stehen anschließend den Medienvertretern für Interviews zur Verfügung.

Die erste Rallye-Woche bot den “Dakar”-Teilnehmern die Südamerika-typische Abwechslung. Das Terrain wechselte mehrmals täglich zwischen Schotter-Passagen, Geröllfeldern, festen Lehmböden, Urwald-Abschnitten und weichem Dünensand. Ihren Ruhetag und damit die erste Erholung seit dem Start der Rallye am Neujahrstag in Buenos Aires verdienten sich die Volkswagen Piloten auf der sechsten Etappe redlich: Viel in der Landessprache “Guadal” genannter Pudersand (dem Fesh Fesh Afrikas ähnlich) machte besonders diese Prüfung zur Tortur für Mensch und Material. Mit einem Vierfachsieg schlossen die Volkswagen Duos diese Etappe ab.

Die zweite Hälfte der Rallye Dakar beginnt am Sonntag und Montag mit zwei Paukenschlägen: Insgesamt 611 Prüfungskilometer stehen auf der siebten, 508 auf der achten Etappe auf dem Programm. Die Aufgaben sind so vielfältig wie im ersten Teil der “Dakar”: Schotter, fester Boden und viel Sand sorgen dafür, dass es den Teilnehmern garantiert nicht langweilig wird. Die Rallye Dakar endet am 15. Januar nach der zweiten Überquerung der Anden und dreizehn Etappen mit der Zielankunft in Buenos Aires.

Stimmen
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Am Ruhetag können wir auf sechs spannende und für Volkswagen erfolgreiche ‚Dakar‘-Tage zurückblicken. Das Tempo und die Herausforderung sind noch höher als im vergangenen Jahr. Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret machen im X-raid-BMW einen tollen Job, unsere Volkswagen Duos Carlos Sainz und Lucas Cruz sowie Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk einen noch besseren. Die Doppelführung haben wir uns mit einer starken Teamleistung hart erarbeitet. Die gesamte Mannschaft arbeitet fehlerfrei. Darauf bin ich stolz. Insgesamt sind wir mit vier Autos unter den Top Sechs für die zweite Rallye-Woche gut aufgestellt. Doch wir wissen auch: Wir haben viel erreicht, aber noch nichts gewonnen.”

#300 – Carlos Sainz (E), 1. Platz Gesamt-Wertung
“Die erste Rallye-Woche verlief sehr gut für uns. Der Race Touareg 3 lief technisch trotz harter Etappen einwandfrei. Insgesamt dreimal hatten wir als Tagessieger die Ehre und das Handicap, die Etappe eröffnen zu müssen. Dabei hat mein Beifahrer Lucas Cruz einen tollen Job gemacht. Jetzt gilt es am Ruhetag, sich perfekt auf die zweite Woche vorzubereitet. Ich weiß, dass ich mich auf die Arbeit meiner Mechaniker zu 100 Prozent verlassen kann. Das gibt mir den Rückhalt während einer harten zweiten Woche.”

#300 – Lucas Cruz (E), Beifahrer
“Knapp 2.000 von über 5.000 Prüfungskilometern liegen erst hinter uns. Die waren hart, doch in der kommenden Woche wird die ‚Dakar‘ sicher noch häufiger ihr wahres Gesicht zeigen. Ich erwarte noch viele sandige Passagen, die die Arbeit für Fahrer und Beifahrer nicht einfacher machen. Wir werden den Ruhetag nutzen, um uns so gut wie möglich darauf vorzubereitet. Das Tempo an der Spitze ist hoch – jeder Fehler könnte die Reihenfolge durcheinander wirbeln. Es bleibt weiter spannend.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 2. Platz Gesamt-Wertung
“In der Gesamtwertung ist es diesmal nicht weniger spannend als im vergangenen Jahr. Im Gegenteil: Aus dem Zwei- ist ein Dreikampf geworden. Denn nur scheinbar haben mein Teamkollege Carlos Sainz und ich uns etwas abgesetzt. Doch diese Rückstände sind für eine Rallye Dakar extrem knapp. Wir müssen weiter die Konzentration wahren und im richtigen Moment attackieren. Ich freue mich richtig auf die zweite ‚Dakar‘-Woche.”

#302 – Timo Gottschalk (D), Beifahrer
“Die erste Woche ging schnell vorbei und ich muss zugeben: Ich bin ein bisschen froh darum. Der Kampf an der Spitze ist extrem hart. Das nötige Tempo bei kalkuliertem Risiko zu gehen, ist keine leichte Aufgabe. Die zweite Woche wird nicht weniger interessant. Jetzt kommen die Tage, an denen wir uns einen Vorsprung erarbeiten müssen, wenn wir die Rallye gewinnen wollen. Auch wenn uns schon eine Woche in den Knochen steckt, müssen wir die Anspannung und die Konzentration wahren, um unser Ziel auch erreichen zu können.”

#304 – Mark Miller (USA), 6. Platz Gesamt-Wertung
“Ein bescheidener Tag, der uns aus dem Rennen um den Gesamtsieg geworfen hat: Das ist unsere Geschichte der Rallye Dakar. Unsere Aufgabe hat sich seitdem verändert: Wir wollen unseren Teamkollegen so gut wie möglich helfen, den dritten ‚Dakar‘-Sieg in Folge zu holen. Wir müssen an den blauen Autos vorn dranbleiben. Die letzten Tage haben gezeigt, dass wir das richtige Tempo dafür haben. Der Tag vor dem heutigen Ruhetag hat es bewiesen: Wir haben fast auf die Sekunde die Zeit gefahren, die auch unser Teamkollege Giniel de Villiers erreicht hat. Ich denke, damit tun wir genau das, was von uns erwartet wird.”

#304 – Ralph Pitchford (ZA), Beifahrer
“Die erste Woche war extrem abwechslungsreich und vor allem die dritte Wertungsprüfung habe ich sehr genossen. Leider haben wir nicht die Ergebnisse erreicht, die wir uns vorgestellt hatten. Doch ich denke, dass die härteste Arbeit noch vor uns liegt. Gleich die ersten beiden Etappen nach dem Ruhetag sind echte Brocken. Ich freue mich auf die Aufgaben und auf eine weitere Woche ‚Dakar‘.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 4. Platz Gesamt-Wertung
“Der erste Teil der Rallye Dakar lief eigentlich gut für uns, auch wenn ich mir gewünscht hätte, näher an den Spitzenduos dran zu sein. Doch meine Teamkollegen Carlos Sainz und Nasser Al-Attiyah gehen ein hohes Tempo. Gleich zu Beginn haben wir auf den ersten Etappen die Zeit liegengelassen, die uns nun fehlt. Doch an den drei Tagen vor dem Ruhetag war unsere Leistung gut. Noch liegt mehr Wegstrecke vor als hinter uns. Wir geben bis zum Schluss nicht auf. Deswegen freue ich mich auf die kommenden sieben Etappen.”

#308 – Dirk von Zitzewitz (D), Beifahrer
“Die erste Woche der Rallye Dakar ist für Giniel de Villiers und mich bei weitem nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben auf den ersten, Rallye-WM-ähnlichen Etappen viel Zeit verloren und auch auf den Offroad-Abschnitten lief es nicht so, wie wir es können. Unser Ziel ist klar: Wir wollen in der zweiten Rallye-Hälfte noch einmal attackieren. Noch ist alles möglich.”

Zahl des Tages
Mehr als einmal rund um den Erdball: Würde man die Verdichterräder der Turbolader aus dem Race Touareg 3 von Carlos Sainz so oft abrollen lassen, wie sie auf den Wertungsprüfungen an Umdrehungen bis zum Ruhetag bereits absolviert haben, würden sie gemeinsam die Distanz von 53.668 Kilometern zurücklegen. Das entspricht etwa dem 1,34-fachen Erdumfang.


Zwischenstand nach 06 von 13 Etappen

Pos. Team Fahrzeug Etappe 06 Gesamtzeit
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 4:53.53 Std. (1.); 20:39.41 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 4:54.02 Std. (2.) + 2.42 Min.
3. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 5:06.18 Std. (5.) + 14.51 Min.
4. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 5:03.42 Std. (3.) + 31.09 Min.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 5:19.19 Std. (6.) + 1:13.19 Std.
6. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 5:03.43 Std. (4.) + 1:35.53 Std.
7. Orlando Terranova/Filipe Palmeiro (ARG/P); BMW X3 CC; 5:32.48 Std. (8.) + 1:37.54 Std.
8. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 5:38.15 Std. (9.) + 2:17.56 Std.
9. Guerlain Chicherit/Michel Périn (F/F); Mini Countryman; 5:22.27 Std. (7.) + 2:45.25 Std.
10. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 5:47.23 Std. (11.) + 3:07.54 Std.

Und so geht’s weiter …
Sonntag, 09. Januar: Die siebte Etappe ist eine der längsten im Rallye-Dakar-Kalender 2011. Die Route führt entlang der Küstenkordillere mit ihren zahlreichen Salzseen. Hügelige Ausläufer der Atacama-Wüste erstrecken sich bis Antofagasta – dem Zielort dieses Teilstücks. Die Herausforderungen sind vielfältig: Die Beifahrer können hier erneut mit ihren Fähigkeiten und Kompass-Navigation glänzen.

Die Rallye Dakar im TV

09. Januar
01:30-02:00 Uhr Eurosport Zwischenbilanz Ruhetag (Wiederholung)
08:30-09:00 Uhr Eurosport Zwischenbilanz Ruhetag (Wiederholung) 18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:45-21:15 Uhr Eurosport Zielankunft 07. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 07. Etappe

10. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 07. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:35-09:00 Uhr Eurosport Highlights 07. Etappe (Wiederholung)
11:00-11:30 Uhr Eurosport Highlights 07. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 08. Etappe live
22:30-23:00 Uhr Eurosport Highlights 08. Etappe

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Volkswagen mit Carlos Sainz bei Rallye Dakar weiter vorn

Posted on 07 Januar 2011 by andy

Volkswagen behauptet auch auf der fünften Etappe der Rallye Dakar die Führung mit dem Race Touareg 3. In der Gesamtwertung liegen Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) nach der 459 Kilometer langen Etappe im Norden Chiles von Calama nach Iquique mit 2.26 Minuten Vorsprung weiter an der Spitze. Den Tagessieg sicherte sich erstmals X-raid-BMW-Pilot Stéphane Peterhansel vor den beiden Volkswagen Piloten Nasser Al-Attiyah (Q) und Sainz. Der Franzose verdrängte damit Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) vom zweiten auf den dritten Gesamtrang der Rallye – ganze sieben Sekunden trennen die beiden Duos.

Carlos Sainz hatte die schwierige Aufgabe, als Sieger des Vortages die Etappe zu eröffnen und für die Verfolger die Spuren zu legen. Zunächst führte Sainz, dann übernahm Peterhansel die Spitze. Bis auf 3.45 Minuten baute der Franzose seinen Vorsprung zeitweilig aus. In der zweiten Hälfte der Prüfung mit ihren extremen Höhenunterschieden von über 3.000 Metern am Start bis hinab auf Meeresniveau an der Pazifikküste im Ziel holten Al-Attiyah und Sainz jedoch wieder auf. Immer wieder änderten sich die Abstände zwischen den drei Piloten von Kontrollpunkt zu Kontrollpunkt um ganze Minuten – das Etappenergebnis war bis zum Schluss offen. Am Ende kamen Al-Attiyah/Gottschalk 1.24 Minuten hinter Tagessieger Peterhansel ins Ziel. Sainz/Cruz fehlten 3.15 Minuten auf Peterhansel. Als Vierte erreichten Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) in einem weiteren Race Touareg 3 das Biwak und bleiben damit Vierte der Gesamtwertung. Ihre Teamkollegen Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) folgten auf Platz fünf im Tagesergebnis und verbesserten sich um drei Ränge auf Position sieben in der Gesamtwertung. Zum Schluss der Etappe begeisterten die Piloten die Fans mit einer spektakulären, 2.300 Meter langen Steilhang-Abfahrt von einer 700 Meter hohen Düne – der berühmten Cerra Dragón – direkt ins Biwak. Auf dem bis zu 32 Grad steilen Zielschuss erreichten die Autos bis zu 220 km/h.

Stimmen
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Herzlichen Glückwunsch an Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret zu ihrem perfekte Tag. Auch wenn wir im Tagesergebnis nicht vorn liegen, sind wir bei Volkswagen mehr als zufrieden. Alle vier Race Touareg sind sehr gut gelaufen. Es war schwierig für unsere Fahrer und Beifahrer, heute die Strecke zu eröffnen. Nach dieser langen Prüfung kämpfen weiterhin drei Paarungen um den Sieg. Das ist ein schönes, spannendes und sportliches Rennen. Wir konzentrieren uns darauf, auch in den nächsten Tagen gute Arbeit abzuliefern. Die ‚Dakar’ hat heute erst so richtig begonnen.”

#300 – Carlos Sainz (E), 3. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Diese Etappe war extrem hart. Schwer in der Navigation, körperlich anstrengend und auch fordernd für das Material. Zu Beginn der Prüfung war das Roadbook an einer Stelle nicht akkurat genug. Dort haben wir uns als erstes Fahrzeug auf der Strecke verfahren und Stéphane Peterhansel hat uns überholt. Etwa 100 Kilometer später konnten wir wieder an ihm vorbeiziehen. Im letzten Dünengürtel haben wir nochmals etwas Zeit verloren, weil wir auf einem Dünenkamm einen Motorradfahrer einholten und etwas zu viel Tempo herausgenommen haben. Dort haben wir uns leider festgefahren. Doch alles in allem war es ein guter Tag für uns.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 2. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Ein Wahnsinnstag. Wir konnten heute den Rückstand auf unseren Teamkollegen Carlos Sainz verkürzen. Ich denke, dass wir heute beide, mein Beifahrer Timo Gottschalk und ich, einen guten Job gemacht haben – auch wenn wir uns an einer unübersichtlichen Stelle wegen des missverständlichen Roadbooks verfahren haben. Der letzte Zielschuss war absolut verrückt. Den Daten der Ingenieure nach waren wir dort 220 km/h schnell. Aber nicht nur deshalb bin ich heute mit dem Race Touareg zufrieden. Er lief heute tadellos, obwohl er viel auszuhalten hatte.”

#304 – Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 7. Platz Gesamt-Wertung
“Keinen Reifenschaden, nicht im Sand festgesteckt – und doch haben wir heute viel Zeit verloren. Die Navigation war heute extrem anspruchsvoll. Nachdem wir unseren Teamkollegen Giniel de Villiers – der wohl einen Reifenschaden hatte – eingeholt hatten, haben wir uns an einer Stelle so sehr verfahren, dass wir auf der falschen Seite eines Flussbettes herauskamen. Um wieder zurückzukommen, mussten wir weit zurückfahren. Am Ende haben wir in den Dünen noch eine Schleife zuviel gedreht – so ist der Zeitverlust zu erklären.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 4. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
“Ein verdammt harter Tag. Zu Beginn war die Route extrem hart und ausgewaschene Flussbetten haben dem Material viel abverlangt. Dort haben wir uns einen Reifenschaden eingefangen, den wir nicht so schnell gewechselt haben, wie wir es eigentlich können. Unsere Gegner sind heute viele Risiken eingegangen. Das wollten wir am Ende der Etappe, wo es viele Sprungkuppen gab, nicht auf uns nehmen. Dabei haben wir noch mal etwa eine Minute eingebüßt. Der Zielschuss entschädigt die Teilnehmer für eine harte Etappe. Vollgas zum Pazifik – das ist Adrenalin pur.”

Zahl des Tages
Große Auswahl für Volkswagen Ingenieure: Jeder Stoßdämpfer des Race Touareg 3, der gemeinsam mit Technologie-Partner ZF Sachs entwickelt wurde, kann in 65.536 verschiedenen Setup-Varianten, so genannten Kennfeld-Kombinationen, eingestellt werden.

Drei Fragen an Abteilungsleiter Elektrik, Rainer Fleischmann
Sie sind als Abteilungsleiter unter anderem für die Elektrik beim Race Touareg 3 verantwortlich. Was bedeutet das vor Ort konkret?

“Die Elektrik betrifft im Prinzip alle Fahrzeugbereiche. Es gibt Schnittstellen zum Beispiel in den Bereichen Motoren oder Chassis. Wir stellen die technologischen Mittel, etwa für die Datenaufzeichnung, zur Verfügung, die dann wiederum von anderen Fachabteilungen verwendet, also ausgewertet werden. Wenn man so will, ist die Elektrik eine Art Nervensystem des Race Touareg 3. Sie steckt in vielen Details.”

Sie sind gleichzeitig auch der Team-Direktor von Volkswagen Motorsport. Welche Aufgaben umfasst das?
“In diesem Arbeitsbereich geht es vornehmlich um die Festlegung von Prozessen für einzelne Arbeitsabläufe – unter anderem vor Ort bei der Rallye Dakar. In diesem Bereich haben wir in Sachen Effizienz in den vergangenen Jahren viel dazugelernt und entwickeln uns permanent weiter. Wer einmal unser Team beispielsweise beim Aufbau im Biwak oder bei der Wartung der Fahrzeuge beobachtet, sieht, dass alles Hand in Hand geht. Das ist das Ergebnis dieser Arbeit. Wenn die Rädchen wie bei dieser ‚Dakar‘ wieder perfekt ineinandergreifen, geht mir das Herz auf.”

Eine Neuerung im Volkswagen Team ist die elektronische Lagerverwaltung und Ersatzteilerfassung. Was ist das Besondere daran?
“Wir haben vor einiger Zeit die Möglichkeit gesucht, Ersatzteile, die bei der Rallye Dakar in verschiedenen Lkw unterwegs sind, in einer zentralen, aber auch mobilen Datenbank zu erfassen und zu verwalten. Das hat den Vorteil, dass man über den Lagerbestand jedes Lkw den Überblick hat. Neu bei der Rallye Dakar 2011 ist, dass die Laufzeiten der ausgetauschten Teile detailliert erfasst werden. Dazu hat jeder Service-Lkw Handscanner im Einsatz, die eine sogenannte Data-Matrix, die jedes Ersatzteil trägt, erfassen und unmittelbar die gewünschten Informationen anzeigen kann. Das spart vor Ort viel Verwaltungsarbeit und in der Nachbereitung der Rallye daheim mehrere Wochen Arbeit an Dispositions-Listen.”

Stand nach Etappe 05, Calama (RCH)–Iquique (RCH); 423/459 km WP 05/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 05 Gesamtzeit
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 4:36.34 Std. (3.); 15:45.48 Std.
2. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 4:33.19 Std. (1.) + 2.26 Min.
3. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 4:34.43 Std. (2.) + 2.33 Min.
4. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 4:38.40 Std. (4.) + 21.20 Min.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 4:56.42 Std. (6.) + 47.53 Min.
6. Orlando Terranova/Filipe Palmeiro (ARG/P); BMW X3 CC; 5:02.22 Std. (7.) + 58.59 Min.
7. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 4:54.01 Std. (5.) + 1:26.03 Std.
8. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 5:10.23 Std. (8.) + 1:33.34 Std.
9. Nani Roma/Gilles Picard (E/F); Nissan Navara; 5:12.41 Std. (9.) + 1:44.39 Std.
10. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 5:37.31 Std. (11.) + 2:14.24 Std.

Und so geht’s weiter …
Freitag, 07. Januar: Das Bild, das die sechste Etappe der Rallye Dakar für die Teilnehmer zeichnet, wird bestimmt von einer kargen Wüstenlandschaft und einer echten Herausforderung für die Beifahrer. Die Navigatoren sind angesichts von viel Offroad-Navigation per Roadbook und GPS mit wenigen Anhaltspunkten und abzweigenden Gebirgspfaden durch unbewohntes Gebiet gefordert.

Die Rallye Dakar im TV

07. Januar
00:00-00:30 Uhr RTL RTL Nachtjournal
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe (Wiederholung)
08:30-09:00 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe (Wiederholung)
11:15-11:45 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 06. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 06. Etappe

08. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 06. Etappe (Wiederholung)
08:30-09:00 Uhr Eurosport Highlights 06. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
23:00-23:30 Uhr Eurosport Zwischenbilanz Ruhetag

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Volkswagen behauptet Doppelführung

Posted on 06 Januar 2011 by andy

Volkswagen führt die Rallye Dakar nach dem vierten Etappensieg in Folge weiterhin mit zwei Race Touareg 3 an. Auf der vierten Etappe stand die äußerst anspruchsvolle Andenüberquerung auf mehr als 4.400 Metern Höhe auf dem Programm – ein 240 Kilometer langes Hochplateau auf mehr als 4.000 Höhenmetern eingeschlossen. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) vergrößerten in Chile ihren Vorsprung in der Gesamtwertung um 50 Sekunden auf 4.24 Minuten. Zweite bleiben ihre Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D). Die beiden Volkswagen Werksfahrer überquerten auch die Ziellinie der Tagesetappe in dieser Reihenfolge.

Der vierte Tag der härtesten Wüstenrallye der Welt war geprägt von extremen physischen Anstrengungen für das gesamte Team aufgrund der Andenüberquerung und einem einem spannenden Kampf von Volkswagen mit dem Franzosen Stéphane Peterhansel. Der X-raid-BMW-Pilot hatte die Prüfung in der Atacama-Wüste zeitweilig mit fast einer Minute Vorsprung angeführt, wurde am Ende aber mit 1.22 Minuten Rückstand Dritter. Dahinter beendeten die beiden anderen Volkswagen Werksfahrer Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) und Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) den Tag auf den Positionen vier und fünf. De Villiers bleibt damit Vierter der Gesamtwertung. Miller verbesserte sich um zwei Positionen und liegt nun wieder unter den ersten zehn.

Der Charakter der Etappe zwischen San Salvador de Jujuy und Calama wurde von vielen Canyons, Flussbetten und schnellen Schotterpassagen geprägt. Viele Abzweige sorgten für eine knifflige Navigation bei den Volkswagen Copiloten. Zudem galt es, auf spitzen Steinen und kleineren Geröllfeldern Reifenschäden zu vermeiden. Mission erfüllt: Keiner der Volkswagen Piloten musste einen der BFGoodrich-Pneus wechseln.

Stimmen
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Auf der ersten Prüfung in der Atacama-Wüste ist unseren Fahrern ein Doppelsieg in der Tageswertung gelungen, über den ich mich riesig freue. Es war der 125. Etappensieg eines Race Touareg. Noch mehr freue ich mich, dass alle vier Race Touareg mit unseren Werksfahrern die anspruchsvolle Prüfung auf dieser Höhe so gut bewältigt haben. Auch das gesamte Team hat die Anstrengungen gut gemeistert und macht sich nun im Biwak an sein eigentliches Tageswerk.”

#300 – Carlos Sainz (E), 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Ein schneller ‚Dakar‘-Tag, der erst nach einer wunderschönen, aber unheimlich langen Verbindungsetappe richtig losging. Heute ging es darum, sich auf den Schotterabschnitten keinen Reifenschaden einzufangen. Das ist uns geglückt. Eine weitere Etappe liegt hinter uns, die erfolgreich zuende ging. Weiter in Führung zu sein ist gut, doch erst jetzt sind wir in Chile. Und erst jetzt geht die Rallye so richtig los.

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 2. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Heute war es kein Vorteil, die Route als Tagessieger von gestern zu eröffnen. Wir hatten uns vorgenommen, heute weniger als eine Minute zu verlieren. Der Plan ist aufgegangen. Noch wichtiger ist: Morgen liegt eine lange Wüstenetappe vor uns, die unser Teamkollege Carlos Sainz eröffnet. Wir sind also in der besseren Position. In Sachen Gesamtwertung ist es extrem eng. Jeden Tag kann sich die Reihenfolge an der Spitze durch kleine Fehler oder Problemchen wieder ändern. Es bleibt spannend. Und ich bleibe optimistisch.”

#304 – Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 10. Platz Gesamt-Wertung
“Vollgas, den ganzen Tag – so sah es heute auf der Wertungsprüfung aus. Es war verdammt schwierig, den richtigen Weg zu finden, weil von allen Seiten Motorrad-Fahrer kamen, die sich verfahren hatten. Das lässt dich immer zweifeln. Doch mein Beifahrer Ralph Pitchford hat hervorragende Arbeit abgeliefert. Am Ende sind wir auf Krzysztof Holowczyc aufgelaufen, der wohl einen Reifenschaden hatte. In seinem Staub war es nicht mehr möglich zu attackieren, obwohl wir es einmal fast geschafft hätten, ihn zu überholen. Alles in allem lief es heute rund. So kann es die nächsten Tage gern weitergehen.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 4. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
“Heute war die richtige Taktik aus Zurückhaltung und Angriff an den richtigen Stellen gefragt. Auch wenn wir wieder etwas Boden verloren haben, bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. In den kommenden Tagen geht es tief in die Atacama-Wüste und damit ins Herz der ‚Dakar‘. Dort kann sich das Blatt schnell wenden, auch zu unseren Gunsten. Die Navigation war heute nicht leicht. Kompliment an meinen Beifahrer Dirk von Zitzewitz für einen hervorragenden Job.”

Zahl des Tages
Sieg-Jubiläum für den Race Touareg: Seit dem Beginn des Marathon-Rallye-Prototyp-Programm im Jahr 2004 stellt der Etappensieg von Carlos Sainz/Lucas Cruz heute den insgesamt 125. Tageserfolg dar. Bei der Rallye Dakar war die Bestzeit auf dem Teilstück zwischen San Salvador de Jujuy und Calama der 40. Einzelerfolg.

Aus dem Volkswagen Biwak – Grenzübertritt XXL für das Volkswagen Team

Für die Fahrt von San Salvador de Jujuy in Argentinien nach Calama in Chile hatten die Volkswagen Logistiker im Vorfeld einiges zu beachten: Wegen der enormen Höhe des Paso de Jama, dessen Hochplateau allein auf 240 Kilometern Länge oberhalb von 4.000 Metern über Normalnull liegt, führten die Fahrzeuge der Wolfsburger Werksmannschaft insgesamt 15 Sauerstoffflaschen für den medizinischen Ernstfall mit sich. 55 Tonnen Material waren zu verzollen. Bereits im Biwak in San Salvador de Jujuy wurden die Service-Lkw und ihre Ladung verplombt und die Formulare sowie Ausreise- wie Einreisestempel in die Pässe der 72 Teammitglieder vorbereitet. Frische Lebensmittel wurden vorab aufgebraucht, da ihre Überführung nach Chile nicht gestattet ist. Eine ausreichende Menge Diesel sowie Trinkwasser zählt bei der “Dakar” ohnehin zu den selbstverständlichen Vorbereitungen für den nächsten Rallye-Tag. Ein reibungsloser Grenzübertritt war auf der vierten Etappe heute besonders wichtig: Die Service-Fahrzeuge durften erst nach dem letzten Rallye-Fahrzeug aufbrechen, um deren Grenzübertritt nicht zu behindern – dennoch galt es, so schnell wie möglich das Biwak in Calama zum Service der Race Touareg zu erreichen.
Stand nach Etappe 04, San Salvador (RA)–Calama (RCH); 207/761 km WP 04/Gesamt

Pos.; Team; Fahrzeug; Etappe 04; Gesamtzeit
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 1:57.09 Std. (1.); 11:09.14 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 1:57.59 Std. (2.) + 4.24 Min.
3. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 1:58.31 Std. (3.) + 5.41 Min.
4. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 1:59.26 Std. (4.) + 19.14 Min.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 2:03.05 Std. (8.) + 27.45 Min.
6. Orlando Terranova/Filipe Palmeiro (ARG/P); BMW X3 CC; 2:01.13 Std. (6.) + 33.11 Min.
7. Leonid Novitskiy/Andreas Schulz (RUS/D); BMW X3 CC; 2:07.44 Std. (9.) + 49.40 Min.
8. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 2:08.32 Std. (10.) + 59.45 Min.
9. Nani Roma/Gilles Picard (E/F); Nissan Navara; 2:10.48 Std. (12.) + 1:08.32 Std.
10. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 1:59.52 Std. (5.) + 1:08.36 Std.

Und so geht’s weiter …
Donnerstag, 06. Januar: “Wenn du dich hier überschlägst, kommst du bis zum Biwak nicht mehr zum Stehen” – so beeindruckt zeigte sich “Dakar”-Sieger Carlos Sainz 2010 vom Zielschuss der Etappe nach Iquique. Auf dem Kamm der knapp 700 Meter hohen Düne sind das Tagesziel und der Pazifik bereits zu sehen. Die etwa drei Kilometer lange Abfahrt – Bremsen verboten – und etwas mehr als eine Minute Adrenalin pur gilt es hier nach einem strapaziösen Tag mit sandigen Schlussabschnitten zu überstehen.

Die Rallye Dakar im TV

06. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 04. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:30-09:00 Uhr Eurosport Highlights 04. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:45-21:15 Uhr Eurosport Zielankunft 05. Etappe live
23:15-23:45 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe

07. Januar
00:00-00:30 Uhr RTL RTL Nachtjournal
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe (Wiederholung)
08:30-09:00 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe (Wiederholung)
11:15-11:45 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 06. Etappe live
23:00-23:30 Uhr Eurosport Highlights 06. Etappe

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Volkswagen Doppelführung nach dritter Etappe

Posted on 05 Januar 2011 by andy

Volkswagen führt die Rallye Dakar nach der dritten von 13 Etappen mit zwei Race Touareg 3 an: Mit einer starken Leistung verbesserten sich Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) auf Gesamtrang zwei. Das Duo siegte auf dem 731 Kilometer langen dritten Teilstück mit 25 Sekunden Vorsprung auf ihre Volkswagen Teamkollegen Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E).

Den Spaniern reichte auf dem Weg von San Miguel de Tucumán nach San Salvador de Jujuy in Argentinien der zweite Platz in der Tageswertung, um die Führung zu wahren. Sainz/Cruz liegen seit Beginn der härtesten Rallye der Welt vorn und haben jetzt 3.34 Minuten Vorsprung. Auch die beiden weiteren Volkswagen Mannschaften im Feld erlebten einen guten Tag. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) festigten als Tagesfünfte ihren vierten Gesamtrang. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA), die am Vortag durch einen Überschlag 52.26 Minuten verloren haben, mischten wieder im Vorderfeld mit. Die Reparaturleistung der Volkswagen Mechaniker wurde mit Rang sechs im Tagesergebnis belohnt.

Die Etappe führte über schnelle Schotterpassagen im offenen Gelände, durch Canyons und über Weideland. Büsche und Bäume verdeckten die Sicht im zweiten Teil der Wertungsprüfung, die in Urwald-Ausläufer führte. Für die Fahrer und Beifahrer galt es, viele Steine am Wegesrand zu beachten, um die Fahrzeuge nicht zu beschädigen.

Stimmen
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Momentan fahren drei Fahrer in einer eigenen Liga: Die beiden Volkswagen Werkspiloten Nasser Al-Attiyah und Carlos Sainz sowie X-raid-Pilot Stéphane Peterhansel. Auch Giniel de Villiers ist in einem guten Rhythmus unterwegs. Besonders stolz bin ich auf die Teamleistung, die Mark Miller heute ein schönes Tagesergebnis ermöglicht hat. Ein dickes Lob an die gesamte Mannschaft. Sein Auto sah am Vortag nach dem Ausritt nicht mehr schön aus. Die Mechaniker und Techniker – auch die der anderen Autos – haben mit angepackt und geholfen. So haben wir ein gutes Mannschaftsergebnis erzielt. Wir wissen aber auch, dass wir im Hinblick auf die Rallye-Distanz nicht einmal die Vorspeise hinter uns haben. Sie hat uns bis jetzt sehr gut geschmeckt.”

#300 – Carlos Sainz (E), 2. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Heute stand für uns eine schwierige Etappe auf dem Programm. Denn die Prüfung als Vortagessieger zu eröffnen war schwierig, da wir keine Spuren zur Orientierung hatten. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, vorsichtig zu fahren. Nach der Neutralisationsstrecke haben wir dann etwas mehr attackiert und konnten etwas von der im ersten Teil eingebüßten Zeit wieder gut machen. Alles in allem ein guter Tag – doch morgen beginnt die Rallye Dakar mit den Etappen in der Atacama-Wüste in Chile erst so richtig. Noch ist nichts entschieden. Die Spitze liegt extrem eng beieinander. Ein kleiner Fehler und die Reihenfolge kann auf den Kopf gestellt sein.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 1. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
“Ein guter Tag für meinen Beifahrer Timo Gottschalk und mich. Er hat einen super Job gemacht. Wir konnten im ersten Teil der Strecke Zeit auf unseren Teamkollegen Carlos Sainz gutmachen, haben aber im zweiten Teil wieder etwas an Boden verloren. Dennoch hat es zum Etappensieg gereicht. Und dazu, dass ich zur schönen Tradition im Volkswagen Team, dass jeder im Team eine Eiscreme für den Tagessieg bekommt, 2011 erstmals etwas beisteuern konnte. Ich hoffe, dass es noch mehr davon gibt.”

#304 – Mark Miller (USA), 6. Platz Tages- / 12. Platz Gesamt-Wertung
“Heute ging es darum, mit einer guten Zeit wieder in die Spitzengruppe vorzufahren, was uns gelungen ist. Das war harte Arbeit. Denn von weiter hinten zu starten, war heute definitiv kein Vergnügen. Gleich zu Beginn konnten wir immerhin zwei, drei Autos überholen. Doch der Staub hat es schwierig gemacht, nahe genug aufzuschließen. Zudem ist mitten in der Wertungsprüfung mein Sentinel-System ausgefallen, mit dem man die vorausfahrenden Fahrzeuge warnen kann. Das machte die Sache noch komplizierter. Insofern sind wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 5. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
“Eine der schönsten ‚Dakar‘-Etappen, die ich je erlebt habe. Ich glaube, von jeder Landschaft der Welt war heute etwas dabei: Wüste, Wald, Urwald. Das war eine unendlich faszinierende Landschaft. Sportlich sind wir gut in die Wertungsprüfung gekommen und haben einen schönen Rhythmus gefunden. Leider haben wir auf dem zweiten Teilstück wieder etwas Zeit verloren. Warum das so war, müssen wir noch analysieren.”

Zahl des Tages
Während der Etappen zur Rallye Dakar werden die Fahrer und Beifahrer des Volkswagen Teams insgesamt 624 Liter isotonischer Getränke zu sich nehmen. Sechs Liter individuell von den Physiotherapeuten gemischte Sport-Flüssigkeit stehen für die Piloten und Copiloten als Vorrat für die Etappen jeweils täglich zur Verfügung. Auf den heißen Etappen in den Sierras Pampeanas Argentiniens oder der Atacama-Wüste Chiles ist ein permanenter Ausgleich erforderlich. Nach den Etappen achten die Volkswagen Crews auf schnelles Rehydrieren.

Wussten Sie, dass …
… Volkswagen seit dem Beginn des Race-Touareg-Programms im Jahr 2004 20 Fahrzeuge aufgebaut hat, die jedes mindestens eine Rallye Dakar bestritten haben? Die internen Bezeichungen RT01 bis RT05 standen für die erste Generation des Race Touareg, die Benennung RT11 und folgende unter Auslassung der Unglückszahl 13 für die zweite und dritte. Bei der Rallye Dakar 2011 werden der RT22, der RT23, der RT25 sowie der RT26 eingesetzt.

… für die Versorgung des 2.500 Menschen starken Trosses der Rallye Dakar insgesamt 1,5 Tonnen Lebensmittel täglich im Biwak-Catering verarbeitet werden? Aus ihnen entstehen 2.000 Frühstücksmahlzeiten, 1.600 Lunch-Packs oder 2.300 Abendessen. Der tägliche Umsatz von Getränken umfasst zudem 12.000 Halbliter-Flaschen Mineralwasser.

… die Begeisterung der Rallye-Dakar-Fans in Argentinien auf den ersten Etappen bereits keine Grenzen kannte und für europäische Verhältnisse nahezu unbegreiflich ist? Der Veranstalter A.S.O. (Amaury Sport Organisation) erwartet während der zwei “Dakar”-Wochen vier Millionen Zuschauer entlang der Rallye- und Service-Routen. Dabei gelten die Jubelstürme der kilometerlang Spalier stehenden Fans nicht nur den Rallye-Piloten selbst, sondern auch jedem einzelnen Begleitfahrzeug.

Stand nach Etappe 03, San Miguel (RA)–San Salvador (RA); 500/731 km WP 03/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 03 Gesamtzeit
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 3:42.45 Std. (2.) 9.12.05 Std.
2. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 3:42.20 Std. (1.) + 3.34 Min.
3. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 3:43.19 Std. (3.) + 4.19 Min.
4. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 3:48.13 Std. (5.) + 16.57 Min.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 3:47.50 Std. (4.) + 21.49 Min.
6. Orlando Terranova/Filipe Palmeiro (ARG/P); BMW X3 CC; 3:52.47 Std. (7.) + 29.07 Min.
7. Leonid Novitskiy/Andreas Schulz (RUS/D); BMW X3 CC; 3:52.47 Std. (8.) + 39.05 Min.
8. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 4:00.40 Std. (9.) + 48.22 Min.
9. Nani Roma/Gilles Picard (E/F); Nissan Navara; 4:01.13 Std. (11.) + 54.53 Min.
10. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 4:06.28 Std. (14.) + 57.55 Min.
12. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 3:51.55 Std. (6.) + 1:05.53 Std.

Und so geht’s weiter …
Mittwoch, 05. Januar: Der chilenische Teil dieser Etappe erwartet die Volkswagen Piloten und ihre Gegner mit steinigen Abschnitten und Geröllwüste. Ausgetrocknete Flussbetten bilden zudem den Charakter der WP auf der chilenischen Seite der Strecke zwischen San Salvador de Jujuy in Argentinien und Calama in Chile, die mit ihrem unwirtlichen und schroffen Terrain einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Rallye-Tage bietet.

Die Rallye Dakar im TV

05. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 03. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:45-09:15 Uhr Eurosport Highlights 03. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:50 Uhr Eurosport Zielankunft 04. Etappe live
23:20-23:45 Uhr Eurosport Highlights 04. Etappe

06. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 04. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:30-09:00 Uhr Eurosport Highlights 04. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:45-21:15 Uhr Eurosport Zielankunft 05. Etappe live
23:15-23:45 Uhr Eurosport Highlights 05. Etappe

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Dakar 2011 – Zweite Etappe, zweiter Tagessieg

Posted on 04 Januar 2011 by andy

Zweite Etappe, zweiter Tagessieg: Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) gelang es, ihren Vorsprung im Volkswagen Race Touareg 3 am zweiten Tag der Rallye Dakar mehr als zu verdoppeln. Das spanische Duo gewann die 764 Kilometer lange Etappe von Córdoba nach San Miguel in Argentinien. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) komplettierten den Doppelsieg von Volkswagen auf der Tagesetappe. X-raid-BMW-Pilot Stéphane Peterhansel, der lange Zweiter war, beendete den Tag als Dritter. Sainz führt die Gesamtwertung nun mit 3.05 Minuten vor seinem französischen Verfolger Peterhansel an. Nasser Al-Attiyah ist mit seinem guten Tagesergebnis bis auf 14 Sekunden an Stéphane Peterhansel herangerückt.

Im “Garten der Republik”, wie das Gebiet in der Region Tucumán genannt wird, erreichten Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) in einem weiteren Race Touareg die viertbeste Etappenzeit. Damit verbesserten sie sich um eine Position auf Gesamtrang vier. Einen Zeitverlust mussten Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) im vierten Race Touareg hinnehmen. Sie beschädigten ihr Fahrzeug bei einem Ausritt zu Beginn der Prüfung und fielen im Zwischenklassement um mehr als 40 Minuten zurück.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
“Das war ein Tag mit viel Licht und ein wenig Schatten für Volkswagen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Carlos hat mit seinem zweiten Etappensieg den Vorsprung verdoppelt. Heute hat sich bestätigt, dass Stéphane Peterhansel unser stärkster Gegner ist. Dahinter folgen mit Nasser und Giniel zwei weitere Volkswagen Fahrer. Ein Wermutstropfen war der Zeitverlust von Mark Miller. Doch trotz dieses Rückschlages ist für ihn noch eine Top-Platzierung möglich. Das Team wird den Schaden reparieren, sodass wir auf der dritten Etappe wieder mit vier Autos antreten werden.”

#300 – Carlos Sainz (E), 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
“Eine wirklich schöne Etappe mit vielen Passagen, die mir liegen und die Spaß gemacht haben. Und wie gestern sind wir mitten in der Wertungsprüfung wieder in ein Gewitter geraten. Leider hat dort unser Scheibenwischer nicht richtig funktioniert, was unsere Sicht eingeschränkt hat. Das kann passieren. Viel ärgerlicher war, dass wir wenige Kilometer vor dem Ziel auf ein offizielles Fahrzeug aufgelaufen sind, das langsam auf der Rallye-Route unterwegs war, aber auch einige Kilometer lang keinen Platz gemacht hat. Das hat Zeit gekostet. Alles in allem können wir mit dem Etappensieg also mehr als zufrieden sein, denn unsere Leistung hat heute gestimmt.”

#302 – Nasser Al-Attiyah (Q), 2. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
“Heute war ein Tag nach meinem Geschmack. Die Wertungsprüfung war anspruchsvoll und sehr gut zu fahren. Es ging allerdings darum, nicht zu viel zu riskieren, um das Auto nicht zu beschädigen – denn das war heute bei dem kleinsten Fehler ganz leicht möglich. Trotz kalkulierten Risikos hält sich unser Rückstand in überschaubaren Grenzen. Besonders, weil mein Beifahrer Timo Gottschalk heute einen herausragenden Job gemacht hat. Ich denke, ich war ebenfalls gut drauf. Die Rallye ist noch lang, unsere Etappen kommen hoffentlich in der Wüste.”

#308 – Giniel de Villiers (ZA), 4. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
“Unfassbar, wie unterschiedlich heute das Wetter auf der Prüfung wieder einmal war. Von einem Moment auf den anderen kam der Regen. Und wenn es hier regnet, dann regnet es richtig. Nach ein paar Kilometern sind wir an eine Stelle gekommen, an der Mark Miller auf dem Dach lag. Er kam uns entgegen und hat uns gewarnt. Nachdem wir uns versichert hatten, dass es ihm und Ralph Pitchford gut ging, sind wir weitergefahren – aber mit gedrosseltem Risiko. Heute gab es wieder einmal mehr zu verlieren als zu gewinnen. Wie schnell ein Fehler passieren konnte, haben wir an Spuren gesehen. Häufig waren die vor uns fahrenden Autos neben der Strecke unterwegs. Wir wollten nicht, dass uns das passiert.”

Zahl des Tages

Etwa 2.400 Kabelbinder verbrauchen die Volkswagen Mechaniker während einer Rallye Dakar. Die genialen Universalverbinder werden sowohl bei der Wartung des Race Touareg 3 als auch bei vielen weiteren Aufgaben verwendet. Das Verbrauchsmaterial Nummer eins ist in sechs unterschiedlichen Größen und Längen auf jedem der vier Service-Trucks, die den “RT3” direkt zugeordnet sind, immer sofort griffbereit.

Drei Fragen an Service-Truck-Fahrer Axel Schröder

Sie sind mit acht “Dakar”-Teilnahmen eines der erfahrensten Volkswagen Teammitglieder. Was reizt Sie jedes Jahr aufs Neue, diese Wüstenrallye zu bestreiten?
“Dazu gehört ein bisschen Fernweh. Denn während der Marathon-Rallyes fährt man eine lange Distanz und sieht viel Landschaft. Das ist hoch interessant. Zudem bin ich, seit ich den Klasse-2-Führerschein während meiner Zeit bei der Bundeswehr gemacht habe, gern mit dem Lkw auf Tour und liebe den Motorsport. Ich mag den Job, bei einer Rallye als fahrende Werkstatt mit anpacken zu dürfen, diese Kraft die darin steckt, zu erleben. Die Begeisterung der Leute hier in Südamerika ist dazu das Tüpfelchen auf dem i.”

Sie sind einer der großen Sympathieträger im Team. Wie macht man das eigentlich, die gute Seele zu sein?
“Das ist nicht schwer. Man muss nur immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer haben – dann kommt man auch mit den eigenen besser klar. Ich versuche immer, meine Jungs zu verstehen und sie stets so zu akzeptieren, wie sie sind. Besonders gut läuft die Zusammenarbeit mit meinen beiden Beifahrern bei der Rallye Dakar. Wir sind bei uns im Lkw eine eingeschworene Truppe und verstehen uns blind.”

Drei gute Gründe, warum Volkswagen zum dritten Mal in Folge den “Dakar”-Titel holen könnte?
“Ganz klar: das perfekt funktionierende Team, das seit Jahren wunderbar harmoniert. Und natürlich der Race Touareg, der über die vergangenen Jahre immer schneller und zuverlässiger geworden ist. Zu guter letzt unsere Fahrer und Beifahrer, die mit jeder Rallye dazugelernt haben und zu den Besten in diesem Sport gehören. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Ende mit um den Sieg kämpfen würden. Und natürlich hoffe ich, dass es ‚meine‘ Fahrer Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk sind, die am Ende gewinnen werden. Denn bei Ihnen machen wir täglich den Service und stehen Ihnen deshalb noch näher als den anderen drei Paarungen.”

Stand nach Etappe 02, Córdoba (RA)–San Miguel (RA); 324/764 km WP 02/Gesamt

Pos. Team Fahrzeug Etappe 02 Gesamtzeit
1. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E); Volkswagen Race Touareg 3; 3:11.28 Std. (1.); 5.30.00 Std.
2. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F); BMW X3 CC; 3:13.02 Std. (3.) + 3.05 Min.
3. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D); Volkswagen Race Touareg 3; 3:12.31 Std. (2.) + 3.19 Min.
4. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D); Volkswagen Race Touareg 3; 3:17.11 Std. (4.) + 10.49 Min.
5. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B); BMW X3 CC; 3:20.25 Std. (6.) + 16.04 Min.
6. Orlando Terranova/Filipe Palmeiro (ARG/P); BMW X3 CC; 3:19.42 Std. (5.) + 18.25 Min.
7. Leonid Novitsky/Andreas Schulz (RUS/D); BMW X3 CC; 3:26.10 Std. (8.) + 28.23 Min.
8. Guilherme Spinelli/Youssef Haddad (BR/BR); Mitsubishi Racing Lancer; 3:29.15 Std. (10.) + 29.47 Min.
9. Christian Lavieille/Jean-Michel Polato (F/F); Nissan Proto; 3:31.19 Std. (12.) + 33.32 Min.
10. Nani Roma/Gilles Picard (E/F); Nissan Navara; 3:30.02 Std. (11.) + 35.45 Min.
16. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA); Volkswagen Race Touareg 3; 4:03.14 Std. (43.) + 56.03 Min.

Und so geht’s weiter …

Dienstag, 04. Januar: Schotterwege entlang ansteigender Berge sind die Aufgaben für die Rallye-Dakar-Piloten auf dem dritten Teilstück des Wüstenklassikers. Doch nicht nur die Fahrer bekommen auf dieser Etappe knifflige Anforderungen gestellt, sondern auch die Beifahrer. Auf der selektiven und gewundenen Strecke sind in zerklüfteten Flussbetten die navigatorischen Fähigkeiten besonders stark gefragt.

Die Rallye Dakar im TV

04. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 02. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:30-09:00 Uhr Eurosport Highlights 02. Etappe (Wiederholung)
11:00-11:30 Uhr Eurosport Highlights 02. Etappe (Wiederholung)
18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:45 Uhr Eurosport Zielankunft 03. Etappe live
23:15-23:45 Uhr Eurosport Highlights 03. Etappe

05. Januar
01:00-01:30 Uhr Eurosport Highlights 03. Etappe (Wiederholung)
06:00-07:30 Uhr RTL RTL Punkt 6
08:45-09:15 Uhr Eurosport Highlights 03. Etappe (Wiederholung) 18:45-19:03 Uhr RTL RTL aktuell
20:15-20:50 Uhr Eurosport Zielankunft 04. Etappe live
23:20-23:45 Uhr Eurosport Highlights 04. Etappe

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