Archive | Mai, 2010

Barprämie für Diesel-Partikelfilter wieder da: Nachrüsten und 330 Euro sichern

Posted on 26 Mai 2010 by andy

Wer sein Fahrzeug mit einem Diesel-Partikelfilter nachrüstet, erhält nun wieder einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 330 Euro. Aufgrund des großen Erfolgs, den das Förderprogramm 2009 verzeichnete, hat der Bund die Neuauflage der Barprämie beschlossen. Wie im vergangenen Jahr stellt er dafür mehr als 50 Millionen Euro bereit. Diese Summe reicht für rund 200.000
Nachrüstungen. Gute Nachrichten gibt es für alle, die ihr Fahrzeug in diesem Jahr bereits mit einem Diesel-Partikelfilter ausgestattet haben: Für den Zeitraum ab 1. Januar 2010 gilt für Pkws und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen eine rückwirkende
Förderung. Neu ist, dass nun auch Halter leichter Nutzfahrzeuge und Kleintransporter mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen den Zuschuss in Anspruch nehmen können. Diese Ausweitung tritt Mitte Mai mit Verabschiedung der offiziellen Richtlinie in Kraft. Ab 1. Juni kann die Förderung wieder online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de beantragt werden.
Mit modernen Technologien gegen Feinstaub
„Die Erneuerung und Ausweitung des Förderprogramms ist ein ganz wichtiges
Instrument zur nachhaltigen Verbesserung der Luft- und damit Lebensqualität, vor
allem in besonders verkehrsbelasteten Ballungszentren“, sagt Hermann Josef
Schulte, Gründer und Inhaber der HJS Fahrzeugtechnik GmbH und Co KG, die sich
auf die Herstellung von Abgasminderungstechnologien spezialisiert hat. Nach dem
Einbau von HJS Partikelfiltersystemen sind Fahrzeuge ab sofort sauber unterwegs.
Das Unternehmen verfügt über eine breite Produktpalette für Dieselmotoren aller Art
– für Busse, Pkws, Wohnmobile, Baumaschinen, Transporter oder Nutzfahrzeuge.
Dass Letztere bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen nun in das
Förderprogramm einbezogen werden, ist eine richtungsweisende Entscheidung des
Bundes: Dank der Ausweitung erhalten Handwerker und Gewerbetreibende wichtige
finanzielle Unterstützung, um ihre Dienstflotte mit modernen, umweltschonenden
Technologien auszustatten. Das bringt ihnen gleich eine Reihe von Vorteilen. Mit
einem Diesel-Partikelfilter sind sie bei Kunden- und Lieferfahrten in allen deutschen
Städten uneingeschränkt mobil – auch in Umweltzonen, in denen Fahrzeuge mit zu
hohem Schadstoffausstoß draußen bleiben. Um die Feinstaubbelastung in der Luft
zu senken und die Luftqualität zu verbessern, setzen mittlerweile mehr als 40 Städte
auf Fahrbeschränkungen für Diesel ohne Abgasminderungssystem. Dazu zählen
Wirtschaftsstandorte wie Berlin, Stuttgart, München, Köln oder Düsseldorf, in denen
die Handwerkerbranche besonders stark vertreten ist. Weiterer Pluspunkt bei einer
Nachrüstung: Mit dem nachträglichen Einbau von Diesel-Partikelfiltern steigt der
Wiederverkaufswert des Wagens erheblich. Zudem fallen für Diesel-Pkws ohne Filter
im Jahr durchschnittlich 24 Euro Kfz-Steuer zusätzlich an.
Über 100.000 Anträge im vergangenen Jahr
Bereits im vergangenen Jahr erhielten Diesel-Fahrzeughalter für die Nachrüstung
einen Barzuschuss in Höhe von 330 Euro. Das Förderprogramm startete im August
und lief am 31. Dezember 2009 aus. In dieser Zeit gingen beim Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle 116.000 Anträge ein. In 109.500 Fällen wurde der
Zuschuss bewilligt. „Diese positive Resonanz hat einen erheblichen
Modernisierungsschub im Straßenverkehr in Gang gesetzt – der nicht zuletzt dank
der Neuauflage der Prämie in diesem Jahr weiter anhalten wird“, so Schulte.
Zu den Fördervoraussetzungen zählt unter anderem, dass die Pkws und
Wohnmobile vor dem 1. Januar 2007 zugelassen wurden. Für Nutzfahrzeuge ist der
17. Dezember 2009 der entscheidende Stichtag. Weitere Informationen zur
Nachrüstung stellt das HJS-Team unter der Info-Hotline 01805 – 457373 zur
Verfügung (0,14 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können
abweichen). Mehr zum aktuellen Lieferprogramm für Partikelfilter-Systeme von HJS
für Pkws, Lkws, Wohnwagen, Busse, Nutzfahrzeuge, aber auch mobile Maschinen
und stationäre Anwendungen wie Blockheizkraftwerke gibt es auch unter
www.hjs.com. Details zu Fördervoraussetzungen und zur Beantragung der
Barprämie erhalten Interessierte bei der BAFA-Hotline unter
030 – 346465480 oder auf www.bafa.de (Wirtschaftsförderung >
Partikelminderungssysteme).

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Volkswagen übernimmt zwei Standorte der Kroymans-Gruppe in Berlin

Posted on 18 Mai 2010 by andy

Volkswagen hat in Berlin zwei Autohäuser von der insolventen Kroymans-Gruppe übernommen. Die Objekte befinden sich in den Berliner Stadtteilen Spandau und Tempelhof. „Mit diesen zwei attraktiven Standorten kann Volkswagen die Präsenz der Marke am wichtigen Standort Berlin weiter optimieren“, erklärte Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler heute in Wolfsburg.
Beide Objekte wurden 2007 bzw. 2008 von der Niederländischen Kroymans-Gruppe eröffnet. Sie überzeugen durch ihre exponierte Lage und ihre Größe von über 10.000 bzw. über 20.000 qm Grundfläche. In den nächsten Monaten werden beide Häuser nach den aktuellen CI-Richtlinien zu Volkswagen Standorten umgebaut und noch in diesem Jahr als Volkswagen Automobile Berlin eröffnet.

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Weltpremiere auf dem Golf GTI-Treffen am Wörthersee: Golf GTI adidas und Golf GTI Excessive

Posted on 14 Mai 2010 by andy

Es gibt Automobile, und es gibt automobile Ikonen – Klassiker mit einer großen Vergangenheit und einer spannenden Zukunft. Der Golf GTI ist eine Ikone. Mehr als 1,7 Millionen Mal wurde er seit seinem Debüt im Jahre 1976 verkauft. Bereits im sechsten Jahr nach dem Start des Golf GTI war die Fan-Gemeinde so groß geworden, dass sie nach einer gemeinsamen Plattform suchte, einem Event um zu fachsimpeln, um den GTI zu zeigen und zu fahren. So entstand 1982 das GTI-Treffen in Reifnitz am Wörthersee. Seitdem feiern die Fans im österreichischen Bundesland Kärnten fünf Tage Karneval im Mai. Jetzt ist es wieder so weit. Einer der traditionellen Höhepunkte: die Enthüllung neuer GTI-Variationen. In diesem Jahr debütieren dabei als Weltpremieren der Golf GTI adidas – ein Exklusivmodell mit Verkaufsstart im Juni – und der Golf GTI Excessive – eine Studie mit stilistisch erlesen umgesetzter Motorsportoptik.
„Begleitet“ werden der neue Golf GTI adidas und die GTI-Studie von zwei GTI-Klassikern: dem Golf GTI der ersten Generation (1976) und dem Golf Citi Mk1, der auf 1.000 Exemplare limitierten Last Edition des in Südafrika gerade auslaufenden Golf der ebenfalls ersten (!) Generation. Diese zwei Ikonen hat Volkswagen Classic mit an den Wörthersee gebracht. Motto: GTI-Historie trifft GTI-Gegenwart und -Zukunft.

Der Golf GTI adidas: Drei der weltweit bekanntesten deutschen Label – Volkswagen, GTI und adidas – werden mit dem Golf GTI adidas ab Juni erstmals in einem gemeinsamen Produkt verschmelzen. Essentiell ist die Tatsache, dass die Technik und das Design des GTI und die Interieur-Veredlung im Stile der Marke adidas gemeinsam eine verdammt dynamische Mischung abgeben. Der Golf GTI adidas dürfte deshalb, die Historie heutiger Klassiker vom Schlage der zwei Golf Pirelli GTI (1983 und 2007) oder der Golf GTI Edition 30 (2006) zeigen es – sofort Sammlerstatus erlangen.

Wie jede dieser Ikonen, wird auch der neue Golf GTI adidas mit einer weitreichend individualisierten Ex- und Interieur-Ausstattung durchstarten. Dazu gehören unter anderem die neu konzipierten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen des Typs „Serron“ und ein eigens entwickeltes Sportsitz-Design. Wie beim Golf R sind zudem serienmäßig Bi-Xenonscheinwerfer und LED-Rückleuchten an Bord.

Golf GTI Excessive: Beim GTI-Treffen am Wörthersee überrascht Volkswagen die Fans alljährlich mit atemberaubenden Studien. 2007 war es der GTI W12-650, 2008 der Golf Variant RaVe 270 und 2009 der Golf GTI Wörthersee 09. 2010 präsentiert Volkswagen in Reifnitz den Golf GTI Excessive. Die Studie zeigt, welch großes Design-Potential im Golf GTI steckt.

Von zentraler Bedeutung sind hier die in glänzend schwarzem Klavierlack gehaltenen Anbauteile. Im Fokus stehen dabei extrem präzise, wie mit der Rasierklinge geschnittene Formen, Radien und Geraden. Die Anbauteile selbst sind einerseits filigran und leicht, gleichzeitig aber auffallend stabil und geradezu aus dem Vollen geschnitzt. Optisch ausgeführt sind sie im Bereich des Frontspoilers, der Seitenschweller und des (beim Bremsen glutrot beleuchteten!) Heck-Diffusors als sogenannte Splitter, aerodynamisch optimierte Luftleit-Elemente, die ursprünglich aus dem Motorsport stammen. Nie zuvor jedoch wurden die Splitter ähnlich hochwertig und präzise auf ein Serienmodell übertragen, wie beim Golf GTI Excessive. Ob diese Anbauteile in den Katalog des Volkswagen Original Zubehörs einziehen? Die Fans haben es in der Hand!

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Hella und Volkswagen präsentieren Weltneuheit – Dynamic Light Assist

Posted on 05 Mai 2010 by andy

Einschlägige Studien belegen: Autofahrer könnten eigentlich viel häufiger auf Fernlicht zurückgreifen, um ihre Sichtverhältnisse zu verbessern. Gerade außerorts reicht bei Geschwindigkeiten ab 80 Kilometer pro Stunde normales Abblendlicht häufig nicht mehr aus, um rechtzeitig auf Fußgänger, Fahrzeuge oder Gegenstände auf bzw. an der Fahrbahn zu reagieren. Der Dynamic Light Assist schafft hier Abhilfe, indem er die Sicht und damit auch die Sicherheit des Fahrers signifikant erhöht. In Zusammenarbeit mit Hella präsentiert Volkswagen diese Weltneuheit erstmalig im neuen VW Touareg, der ab Mai 2010 erhältlich ist.
Der Dynamic Light Assist basiert auf dem intelligenten Zusammenspiel einer Frontkamera, leistungsfähiger Software zur Bildverarbeitung sowie modernster Lichttechnik aus dem Hause Hella. So werden über eine Kamera an der Frontscheibe vorausfahrende bzw. entgegenkommende Fahrzeuge erkannt. Mittels einer entsprechenden Bildverarbeitung werden diese Daten exakt ausgewertet und die genaue Position der detektierten Fahrzeuge ermittelt. Auf Basis dieser Informationen wiederum wird eine spezielle walzenförmige Blende zwischen Lichtquelle und Projektionslinse im Scheinwerfer so bewegt, dass andere Verkehrsteilnehmer in der Lichtverteilung ausgespart werden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Fahrer stets optimale Sicht hat, ohne den übrigen Verkehr zu stören.
Volkswagen hat sich für diese Lichtinnovation als sehr innovativer Entwicklungspartner erwiesen. Bei der Entwicklung konnte Hella bereits auf umfassendes und langjähriges Wissen aus dem Bereich der intelligenten Lichtsysteme zurückgreifen. Schon 1996 präsentierten die Lichtexperten einen Scheinwerfer mit Adaptivem Frontlichtsystem (AFS). Dieses System ist dadurch gekennzeichnet, dass es je nach Geschwindigkeit und Lenkeinschlag die Ausleuchtung an die jeweilige Situation anpasst. Ein weiterer wesentlicher Meilenstein waren kamerabasierte Lichtsysteme, durch die eine noch bessere Abstimmung der Lichtverhältnisse auf die entsprechende Verkehrssituation gewährleistet werden konnte. Die ersten Hella-Scheinwerfer für kamerabasierte Lichtsysteme (adaptive Hell-Dunkel-Grenze) sind aktuell im neuen Audi A8 sowie in der Mercedes E-Klasse erlebbar.
Der Dynamic Light Assist stellt einen neuen Meilenstein auf dem Gebiet der intelligenten Lichtsysteme dar, der weltweit seinesgleichen sucht. Doch der nächste Entwicklungsschritt zeichnet sich bereits ab: So wollen die Lichtspezialisten bei Hella das vorhandene Know-How des Dynamic Light Assist zukünftig auch auf LED-Scheinwerfer anwenden – für noch bessere Sicht.

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Golf blue-e-motion – Emissionsfrei fahrender Golf mit Elektromotor kommt 2013 auf den Markt

Posted on 03 Mai 2010 by andy

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird heute in Berlin eine Studie des künftigen Golf blue-e-motion in Augenschein nehmen. Mit der rein elektrisch angetriebenen Version des erfolgreichsten europäischen Autos aller Zeiten schlägt Volkswagen eine weitere Brücke in das Zeitalter der Elektromobilität. 2013 werden – nach dem Debüt des Up blue-e-motion (ein neuer Cityspezialist) – der Golf blue-e-motion und der technisch eng verwandte Jetta blue-e-motion auf den Markt kommen. Im gleichen Zeitraum wird auf dem chinesischen Markt zudem der Lavida blue-e-motion durchstarten. Erklärtes Ziel: Volkswagen will die Elektrofahrzeuge mit Bestsellern vom Schlage des Golf aus dem Bereich der Nischenmodelle bringen und so als Marktführer bis 2018 eine neue Art nachhaltiger Mobilität etablieren. Dies wiederum korrespondiert in Deutschland mit den Plänen der Bundesregierung, die bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen sehen möchte.
Dazu Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG: „Die künftigen Elektroautos bieten uns riesige Chancen, Mobilität noch nachhaltiger zu gestalten. Wir müssen allerdings im Sinne der Umwelt dafür sorgen, dass die Energie für den Betrieb dieser Elektroautos regenerativ, also aus erneuerbaren Quellen, erzeugt wird. Da die Automobilhersteller auf die Art der Kraftwerke keinen Einfluss haben, muss die Bundesregierung die Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen sicherstellen. Erst dann erleben wir eine Zeitenwende.“

Parallel zur Elektrofahrzeug-Offensive forciert Volkswagen die Einführung neuer Hybridmodelle. Bereits auf dem Markt ist der neue Touareg Hybrid; 2012 wird eine Hybridversion des Jetta debütieren, 2013 dann der Golf Hybrid und Passat Hybrid. Ebenso konsequent wird Volkswagen seine extrem effizienten Benzin-, Diesel- und Erdgasmotoren (TDI, TSI, EcoFuel) weiterentwickeln, da es bis weit in die Zukunft hinein unstreitbar eine Koexistenz verschiedenster Antriebstechniken geben wird. „Um so wichtiger ist es, dass die Bundesregierung progressiv dazu beiträgt, die Einführung neuer Technologien zu unterstützen. Im Hinblick auf die Elektromobilität reicht dabei die zeitlich befristete Steuerbefreiung für E-Autos nicht aus“, so Prof. Dr. Winterkorn. Der Volkswagen Chef weiter: „Ab 2013 – dem Startjahr vieler neuer Elektrofahrzeuge – sollte der Kauf von emissionsfrei fahrenden Autos mit einer Nachhaltigkeitsprämiere gefördert werden. Frankreich etwa, hat hier bereits einen Betrag von mehreren tausend Euro in Aussicht gestellt. Ein solches Signal brauchen wir auch in Deutschland. Darüber hinaus, und das ist nicht weniger wichtig, muss die Bundesregierung sehr schnell dafür sorgen, dass ein flächendeckendes Netz von Ladestationen über die Republik verteilt wird, damit die Infrastruktur auf den Punkt zur Startphase der Elektroauto-Offensive zur Verfügung steht. Jede neue Ladestation wird zudem das Vertrauen in die Alltagstauglichkeit der Elektrofahrzeuge stärken. Beides – Förderung und Infrastruktur – duldet keinen Aufschub.“

Die Studie Golf blue-e-motion – mit Spannung erwartet

Der Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgestellte Golf blue-e-motion wird von einem vorn im Motorraum integrierten Elektromotor mit einer Leistung von 85 kW / 115 PS lautlos angetrieben. Wie alle Elektromotoren, liefert auch das im Golf eingesetzte Aggregat aus dem Stand heraus ein sehr hohes Drehmomentmaximum (270 Newtonmeter). Folge: mehr Spaß beim emissionslosen Fahren. Gespeichert wird der Strom zum Antrieb des Elektromotors in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 26,5 Kilowattstunden.

Je nach Fahrweise und Rahmenbedingungen (u.a. Einsatz der Klimaanlage und Heizung) sind mit dem Golf blue-e-motion Reichweiten von bis zu 150 Kilometern realisierbar. Diese Distanz erfüllt in Deutschland die Ansprüche der meisten beruflichen Pendler: Laut Statistischem Bundesamt fahren 6 von 10 Erwerbstätige mit dem Auto zur Arbeit – im Schnitt legen dabei 45,8 Prozent von ihnen weniger als 10 Kilometer (einfache Fahrt), weitere 28,1 Prozent zwischen 10 und 25 Kilometer und 16,2 Prozent mehr als 25 Kilometer zurück. Darüber hinaus erfüllt der Golf blue-e-motion ebenso das Reichweitenspektrum vieler Dienstleister. Im Kurzstreckenbereich wird der emissionsfrei fahrende Golf zudem auch für private Nutzer eine nachhaltige Lösung darstellen.

Noch mehr als heute etwa bei einem modernen Benziner oder Diesel spürbar, verkürzt sich die maximale Reichweite eines Elektroautos indes stark, wenn häufig die maximale Leistung abgefordert wird. Der 140 km/h schnelle Golf blue-e-motion bietet deshalb ausreichend Reserven, um auch mit weniger Energieeinsatz zügig unterwegs zu sein oder gar nur zu „segeln“, wie es im Fachjargon heißt. Letzteres geschieht immer dann, wenn der Fahrer dank vorausschauender Fahrweise vom Gas oder besser vom Strom geht. In diesem Fall wird der Motor, wie heute schon beim Touareg Hybrid, ausgekuppelt, um den Wagen so mit möglichst geringen Widerständen rollen zu lassen. Dabei gewinnt der Golf blue-e-motion via Rekuperation sogar kinetisch erzeugte Energie zurück.

Die Batterieelemente der Studie befinden sich – angepasst an die Fahrzeugarchitektur – im Kofferraum (gutes Restvolumen: 237 Liter), unter der Rücksitzbank und im Mitteltunnel des Unterbodens (zwischen den Vordersitzen). Für einen konstanten Wärmehaushalt innerhalb der Batterie sorgt eine separate Luftkühlung.

Alle wesentlichen Antriebs- und Nebenaggregate wurden, wie skizziert, vorn im Motorraum integriert. Hier nutzten die Entwickler unter anderem Erfahrungen, die bei der Konzeption zahlreicher Studien gewonnen wurden. Beispielsweise kommt im Golf blue-e-motion, ähnlich wie in der Studie E-Up, eine integrierte Form des elektrischen Antriebs zum Einsatz. Dabei bildet der Elektromotor zusammen mit dem Getriebe und dem Differential das Herzstück dieses Antriebs. Das Energiemanagement erfolgt über einen Hochleistungs-Pulswechselrichter, der zusammen mit dem 12-Volt-Bordnetz-DC/DC-Wandler und dem Ladegerät zum Integralantrieb zusammengefasst ist. Die gesamte Einheit ist vergleichweise leicht und kompakt. Dies verdeutlicht die Tatsache, dass der fünftürige und fünfsitzige Golf blue-e-motion trotz der bekanntlich schweren Batterien mit 1.545 Kilo lediglich 205 Kilo mehr wiegt als ein vergleichbarer Golf BlueMotion TDI mit DSG.

Bereits im kommenden Jahr wird Volkswagen die Antriebs- und Speichermodule des künftigen Golf blue-e-motion mit einer Flotte von 500 Erprobungsfahrzeugen unter allen denkbaren Bedingungen testen. Der Countdown bis zum Serieneinsatz des künftigen Golf blue-e-motion ist also angelaufen. Aus Zukunft wird dabei Gegenwart. Besonders in Deutschland. Denn dort sollen, wie eingangs skizziert, ab 2020 eine Million Elektrofahrzeuge über die Straßen rollen – so beschlossen von der Bundesregierung im August 2009 und manifestiert im „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“. Bis 2020 bleibt indes ein weiter Weg, da insbesondere die Batteriekosten drastischen fallen müssen. Fest steht aber auch, dass sehr viele der eine Million Elektrofahrzeuge des Jahres 2020 ein VW-Zeichen tragen werden.

Studie Golf blue-e-motion – die technischen Daten
Dimensionen
Länge 4.199 mm
Breite 1.786 mm
Höhe 1.480 mm
Radstand 2.575 mm
Motor
Motor Elektromotor
Leistung (max. / dauerhaft) 85 kW / 50 kW
Max. Drehmoment 270 Nm
Getriebe / Reifen
Getriebe EQ 210 (1-Gang-Getriebe )
Antrieb Frontantrieb
Reifengröße 205/55 R16
Fahrleistungen
0-100 km/h 11,8 s
Höchstgeschwindigkeit 140 km/h
CO2-Emission mit regenerativ
erzeugtem Strom
Nicht messbar

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